Web 2.0
Web 2.0 ist nicht die Bezeichnung für ein weiteres WWW oder eine bestimmte Internet-Technik, sondern es ist die Weiterentwicklung des Internets hin zu mehr aktiver Teilnahme der User. Dies führt vor allem auch zu einer veränderten Bedeutung des Internets.
Denn Web 2.0 beschleunigt die Individualisierung der Kommunikation. In Blogs und Podcasts, oder auf Portalen wie MySpace, Twitter und YouTube hat jeder die Möglichkeit sich zu präsentieren. Der Begriff „Web 2.0“ wird allgemein Dale Dougherty (O’Reilly-Verlag) und Craig Cline (MediaLive) zugeschrieben. Diese entwickelten das Schlagwort 2004 in einem Meeting. Im Jahre 2005 schrieb dann Tim O’Reilly einen Artikel, in dem er den Begriff näher erklärte. World Wide Web, das waren zuerst vor allem statische Seiten, von denen viele für längere Zeit unverändert ins Netz gestellt wurden. Dieses Web 1.0 war auf der einen Seite ein Content, der für das Web erstellt wurde, und auf der Empfängerseite die Konsumenten, die dieses Informationsangebot entgegennahmen. Diese klassische Rollenverteilung, zwischen Anbietern auf der einen Seite und Konsumenten auf der anderen Seite, ist nun ins Wanken geraten. Weblogs stellen eigene Beiträge ins Netz, Inhalte werden nicht mehr zentral von Medien erstellt und an die Massen verbreitet, sondern dezentral von Menschen, die sich miteinander verbinden.
Web 2.0 das ist bloggen, RSS, Ajax, Wikipedia, MySpace, Xing, Netzwerke und Communities, Bild- und Videoportale …
Dass das Internet jetzt eine Interaktion ermöglicht, führt andererseits aber auch wieder zur ursprünglichen Idee des Internet zurück. Bereits mit dem WWW zu Beginn der 1990er Jahre sollte ja ein weltweiter Ort für Information und Dialog geschaffen werden.
Mit den neuen technischen Möglichkeiten ist es jetzt allerdings viel einfacher, sich aktiv einzubringen. Nicht nur passiv Webseiten zu lesen, sondern das Internet selbst mitzugestalten und sich zu beteiligen, kennzeichnet die Weiterentwicklung dieses „Social Web“. Die bisherige Kultur des passiven Konsumierens wird durch eine Kultur des “read/whrite” abgelöst. Die Dynamik des Web 2.0, vor allem auch der Blogosphäre, die Möglichkeit zur Partizipation, die Unabhängigkeit und demokratische Freiheit werden immer stärker auch auf andere Bereiche der Gesellschaft ausstrahlen.









