Die Menschenrechtsorganisation “Human Rights Watch” fordert internationale Sanktionen in Darfur
“Human Rights Watch” hat heute wegen der Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Darfur erneut internationale Sanktionen gegen den Sudan gefordert.
Nach Schätzungen von NGO`s wurden in den vergangenen Jahren bei dem Konflikt in Darfur mehr als 200.000 Menschen getötet. Bis zu 2,5 Millionen wurden vertrieben, viele flohen in die Nachbarländer des Sudans. Die islamistische Regierung in Khartum, die die Rückendeckung Chinas hat, streitet bis heute jeden Vorwurf der gezielten Vertreibung ab.
Nach zähen Verhandlungen hatte der UN-Sicherheitsrat in New York am 31. Juli 2007 einer 26.000 Mann starken Friedenstruppe für die sudanesische Krisenregion zugestimmt. Alle 15 Mitglieder des UN-Gremiums stimmten für die Resolution, welche von den Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien eingebracht worden war.
China, das wirtschaftliche Interessen im Sudan hat, lehnte Zwangsmaßnahmen bisher ab. Deshalb war die Resolution immer wieder abgemildert worden. Der Westen wollte Khartum durch die Androhung von Sanktionen dauerhaft zur Änderung seiner Politik zwingen. Um die Zustimmung Chinas zu erreichen, wurden diesen Passagen dann aber gestrichen. So dürfen z.B. nach der neuen, von China unterstützen Resolution, die Friedenstruppen nicht einmal illegale Waffen beschlagnahmen.









