Internetverbindung nach Burma unterbrochen
Burmas Militärregierung versucht das Land von der Außenwelt abzuschotten. Das Internet unterliegt strengen Beschränkungen, sogar Telefonverbindungen werden getrennt. In fast keinem anderen Land wird das Internet so streng kontrolliert. Wer in Burma nicht den staatlichen Internet-Dienst nutzt, dem drohen Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.
Während die Militärs das Land so möglichst von der internationalen Öffentlichkeit abzuschirmen versuchen, nutzen Blogger wie Ko Htike oder Nyein Chan Yar ihre Möglichkeiten und Kontakte, um die Welt über den Konflikt im Land zu informieren. Und sie werden weltweit wahrgenommen: Die Visits auf Ko Htike` Blog haben sich inzwischen verzehnfacht, nachdem der in London lebende Burmese seinen Literatur-Blog in eine politische Plattform verwandelt hat.
Als 1988 ebenfalls Aufstände stattfanden, war das von der Weltöffentlichkeit so gut wie nicht registriert worden. Diesmal werden die Massenproteste international beobachtet. Möglich wird dies auch durch die Berichte der Blogger aus Burma.
Begonnen hatten die Konflikte vor zwei Wochen, als die Militärregierung gegen die zuletzt täglich stattfindenden Demonstrationen mit offener Gewalt vorgegangen war. Am Mittwoch hatten die Sicherheitskräfte mehrere buddhistische Klöster gestürmt und etwa 200 Mönche verhaftet. Während einer Demonstration von mehreren tausend Menschen in Rangun waren mindestens hundert Demonstranten festgenommen und mit Militärfahrzeugen abtransportiert worden. Die Militärjunta hatte die von friedlichen buddhistischen Mönchen angeführten Massenproteste gewaltsam aufgelöst. Mindestens acht Menschen wurden dabei, lt. Berichten aus Oppositionskreisen, erschossen.
Aufgrund des Vorgehens der Militärs war zuletzt der Ruf nach schärferen Sanktionen gegen das südostasiatische Land immer lauter geworden. Diese wurden jedoch von China im Sicherheitsrat blockiert. Die chinesische Regierung erweist sich damit immer mehr als diejenige, die nicht nur das eigene Volk unterdrückt, sondern auch die Unrechtsregime in Afrika und Asien deckt.
Für den 4. Oktober 2007 bereiten Blogger aus aller Welt einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Wir wollen damit ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, unsere Sympatie bekunden. Wir haben vor, am diesem Tag unsere normalen Blog-Aktivitäten einzustellen, um nur einen einzigen Artikel zu veröffentlichen: „Free Burma“









