Persönlichkeiten unerwünscht
Eine denkwürdige Meldung aus dem Berliner Senat. In der Frage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst hat sich der Unterschied zwischen der „Linken“ und der SPD darauf reduziert, dass die eine Partei darüber mit den Gewerkschaften 2008 reden will, die andere dagegen erst 2009. Heute schon sind aber beide Parteien gegen eine Tariferhöhung.
Dass sich die Positionen aller Parteien ganz allgemein bis zur Unkenntlichkeit angenähert haben, ist erschreckend genug. Dass aber eine Alternative allein in dem unterschiedlichen Zeitpunkt der Umsetzung des genau Gleichen bestehen soll, ist frappierend.
Welche Bedeutung haben Parteien dann überhaupt noch?
Ich wünsche den Parlamenten mehr starke, eigenständige Persönlichkeiten, die nicht erst im Parteiprogramm nachsehen müssen, was sie denken dürfen.
Ganz anders sieht dies allerdings Julia Seeliger vom Parteirat der Grünen. Wer gegen die Parteilinie abstimmt, soll nicht mehr für den Bundestag aufgestellt werden, schlägt sie vor.










Montag 29. Oktober 2007 um 22:27
Dieser Artikel gefällt mir besonders gut. Dazu fällt mir ein Spruch von Georg Büchner ein: “Man kann nicht herrschen, ohne dass die Beherrschten einverstanden sind.” Die Grünen sind ja offensichtlich in diesem Fall so sehr einverstanden und fühlen sich trotzdem als die emanzipierteste Partei!!!
… und die ganze Bevölkerung doch auch …(?)