Die Erotik des Konsums
Im postreligiösen Zeitalter wird der ewige Trieb nach Vereinigung
durch die Aneignung von Besitz ruhig gestellt
Die Erotik des Konsums als ein mächtiges Placebo,
das den Blick auf das eigene Sein verstellt.
Hat doch der Konsumist den Besitz nicht wirklich als eine geistige Realität.
Stattdessen hat er sich dem hin gegeben,
was „das Ding“ in vorgegebener Convention bedeutet.
Selbstbestimmung eingetauscht gegen fremde Metaphern.
Die unausgefüllt bleibende Leere zwingt zum rastlosen Getriebensein.
Tauschen jeden Tag das wertvollste, das wir haben - Zeit - gegen
die Illusion ein, wir könnten mit der Anhäufung unsterblicher, weil toter
Waren unsere Angst vor dem Ende des Spiels verdrängen.
Erstellt am Montag 5. November 2007
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