Giftige Weihnachtsgeschenke
Immer wieder ist in letzter Zeit Kinderspielzeug „Made in China“ in Verruf geraten. Die letzten Skandale drehten sich unter anderem um die amerikanische Spielzeugfirma Mattel. Betroffen waren hier Spielwaren der Marke Fisher Price, sowie Teile der Produktserien von Polly Pocket und Barbie. Innerhalb von fünf Wochen gab es drei Rückruf-Aktionen des Herstellers Mattel. ![]()
Mittlerweile sind die Konsumenten nach den zahlreichen Rückruf-Aktionen sehr sensibel geworden. Die Kreativspielkästen “Bindeez” und “Aqua Dots” wurden weltweit aus den Regalen entfernt. Denn für Kinder sind die darin enthaltenen Kunststoffperlen, die mit einer gefährlichen Chemikalie überzogen sind, höchst gefährlich. In den USA und in Australien waren mindestens 13 Kinder erkrankt. Zwei Kinder, die die Kunststoffperlen verschluckten, hatten das Bewusstsein verloren.
Die Aufregung um gefährliches Spielzeug ließ besonders in den USA, aber auch in Deutschland um das laufende Weihnachtsgeschäft fürchten. China, der weltgrößte Spielzeugexporteur lieferte im letzten Jahr 22 Milliarden Spielzeugartikel ins Ausland. Diese aber auch andere Produkte “Made in China” sind in den vergangenen Monaten immer wieder wegen möglicher Gesundheitsrisiken in die Schlagzeilen geraten. Mittlerweile stammen 80 Prozent des Weihnachts-Spielzeugs aus China.
Fast alle deutschen Spielzeugfirmen lassen ihr Sortiment in dem Billiglohnland herstellen. Was in der Berichterstattung über das Giftspielzeug zumeist nicht erwähnt wurde: Die ersten, die unter dem Billigspielzeug leiden müssen, sind die Arbeiter in den chinesischen Fabriken. Die gefährlichen Chemikalien sind ein tägliches Gesundheitsrisiko und die Arbeitsbedingungen in den chinesischen Fabriken sind die reinste Ausbeutung: „Bis zu 16 Stunden am Tag atmen die jungen Männer und Frauen die giftigen Lackstoffe ein, die Lösungsmittel, die das Gehirn schädigen, Niere, Leber, Herz. Die ihnen auf Dauer die Lunge zerfressen… Die Gesichter von vielen sind von Ausschlägen vernarbt, an den Armen platzen rote Blasen auf… Einen freien Tag gibt es selbst in der Nebensaison nur einmal im Monat.“
Seit Jahren kritisieren Internationale Hilfsorganisationen und die Kirchen die Zustände in den chinesischen Spielzeugfabriken. Ob daran noch gedacht wird, wenn das Kind mit dem neuen Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum spielt?
Quellen:
sueddeutsche.de
Spiegel
Focus
Photo © fashionfever










Montag 18. Februar 2008 um 13:21
[…] europäische Meldesystem Rapex, das für Konsumenten gefährliche Produkte verzeichnet: Lebensgefahr durch minderwertige Produkte aus China. „Wenn heute da der Lieferant Ping Pong rausgeschmissen wird, bewirbt er sich morgen als Pong […]