Archiv für Januar 13th, 2008

Zur Gerechtigkeitsvorstellung in Ägypten

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Das alte Ägypten fasziniert die Menschen seit der Entdeckung der Pyramidengräber. Bereits um 5000 v. Chr. wurde in Ägypten, Viehzucht und Ackerbau in dem fruchtbaren Niltal betrieben. Hier entstanden auch zum ersten mal so etwas wie staatliche Strukturen und eine Verwaltung. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Ma`at.
Ma`at ist dabei sowohl die Göttin der ägyptischen Mythologie, die das Gleichgewicht der Welt und ihre Ordnung repräsentiert. Sie beschützt die Welt der Gemeinschaft. Zugleich ist es auch der zentrale Begriff für die religiöse und philosphische Gedankenwelt Ägyptens und bezeichnet dann das Grundprinzip der kosmologischen Ordnung.

(Literatur: Jan Assmann, “Ma`at - Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im alten Ägypten”)

will be continued

Erstellt am Sonntag 13. Januar 2008
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Knut - du hast es besser!

Neun Monate bist du wohlbehütet. Und – wehe deine Mutter tut dir was an, dann tut der Staat
deiner Mutter was an. Danach musst du Glück haben, wenn du Pech hast.
Ob du wohl Hilfe bekommst, wenn du allein gelassen
und auf dem falschen Weg bist?

Aber so ist das nun mal bei den Menschenkindern.

Da haben es die Tierkinder schon besser. Solang sie knudlig sind.

Erstellt am Sonntag 13. Januar 2008
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Wer war Susan Sontag?

portrait.jpg Vor wenigen Wochen ist die die erste Biografie (Susan Sontag: Geist und Glamour) über die berühmte und streitbare US-amerikanische Essayistin und Autorin erschienen. Daniel Schreiber versucht darin das Phänomen ihres Erfolgs zu beschreiben.
Geboren wird sie am 16. Januar 1933 in New York als Susan Lee Rosenblatt. Das Wunderkind Susan überspringt die ersten beiden Schulklassen. Als Siebenjährige schreibt sie ihre ersten Texte. Gedichte und Reisegeschichten. An ihre Kindheit erinnert sie sich später wie an eine Gefangenschaft - weil sie noch nicht alleine verreisen darf. Mit zehn Jahren liest sie: Homer, Dante und Thackeray, mit 16: Kant und Descartes. Marie Curie, die berühmte Physikerin und Nobelpreisträgerin beeindruckt sie ebenfalls stark. Im Alter von 15 beginnt sie an der Universität in Chicago Französisch, Literatur und Philosophie zu studieren. Mit 17 heiratet sie ihren Professor, den Soziologie-Dozenten Philip Rieff.
In diesen Jahren wird sie der ruheloser Analyst der Ära von Pop und Politik, Marcuse und Warhol. Rastlos pendelt sie zwischen New York und Paris. Sontag erfand sich immer wieder neu. Schön und selbstbewusst wie sie war, hat sie von Beginn an darauf hingearbeitet, bekannt und berühmt zu werden. Bis zum Ende ihres Lebens wird sie so zu der intellektuellen Größe, die bis nach Europa hinüberstrahlt.
Nach ihrer Scheidung von Rieff beginnt ihr literarisches Leben mit ihrem ersten Roman „The Benefactor“. Bekannt wird sie dann aber ein Jahr später mit dem kulturkritischen Essay „Notes on Camp“ – Untertitel: „Reflexionen zur Dandy Ästhetik“. Sontag begeistert mit diesem Essay die Leser, weil es hier erstmals jemand unternimmt, über die Bedeutung der Gegenwartskunst, über Popkultur, Happenings und Underground nachzudenken.
Auch in ihrem nächsten Essaysammelband „Against Interpretatio“ macht sie, mit einem unglaublichen Gespür für den Zeitgeist, all das zum Thema, was das amerikanische Bewußtein in der Folge dann stark beeinflusst. Sie bringt ihren „Essay über Camp“ genau zu der Zeit heraus, als die Sechsziger zu dem wurden, was wir heute die sechziger Jahre nennen. Immer wieder trifft sie ins Schwarze mit ihren Artikeln.
Doch Susan Sontag engagiert sich jahrzehntelang auch auf der politischen Ebene. Als Gründungsmitglied der Anti-Vietnamkriegsbewegung und indem sie als PEN-Präsidentin Salman Rushdie unterstützte. Viele Jahre später, als eine öffentlich anerkannte Intellektuelle, tritt sie als scharfe Kritikerin der Bush-Regierung auf, schreibt Leitartikel über George Bushs Reaktion auf 9/11 und über den Irak. Diese, damals als unpatriotisch empfundenen Töne sind der Schriftstellerin bis zuletzt nicht verziehen worden. Im Mainstream-Amerika war sie mit ihren unbequemen Äußerungen in Ungnade gefallen. Zuletzt lebte Sontag zurückgezogen in einem Penthouse im New Yorker Stadtteil Chelsea. Sie starb am 28. Dezember 2004 im Alter von 71 Jahren in New York.

Quellen: Die Zeit; wikipedia

Erstellt am Sonntag 13. Januar 2008
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