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	<title>Kommentare zu: Die Blinden und der Elefant - eine Parabel &#252;ber religi&#246;se Toleranz</title>
	<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/</link>
	<description>Magazin für globale Lebensaspekte</description>
	<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 10:15:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Das Frage-Blog</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-234</link>
		<dc:creator>Das Frage-Blog</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 14:22:49 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Hirnforschung im&#160;Feuilleton...&lt;/strong&gt;

 Können wir unser Denken im Alter verbessern? Können wir unsere Erinnerung schulen? Können Gedanken das Gehirn umbauen? Was geschieht bei der Meditation im Kopf? Kann Erziehung das Hirn konstruieren? Können wir Kindern bei der Entwicklung ihres Den...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hirnforschung im&nbsp;Feuilleton&#8230;</strong></p>
<p> Können wir unser Denken im Alter verbessern? Können wir unsere Erinnerung schulen? Können Gedanken das Gehirn umbauen? Was geschieht bei der Meditation im Kopf? Kann Erziehung das Hirn konstruieren? Können wir Kindern bei der Entwicklung ihres Den&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-105</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 15:43:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-105</guid>
		<description>@Jörg - richtig, es gehört eine gewisse Weisheit dazu, die Weisheit der Vielen zu nutzen. Und auch wenn sie keine absoluten Wahrheiten hervorbringt oder vielleicht auch manchmal Schrott, ist sie doch ein in vielen Fällen wertvolles Instrument.
Und die Parabel passt doch auch prima auf Meinungsfindung: du liest doch zu einem Thema auch gerne verschiedene Meinungen, um Argumente gegeneinander abwägen zu können und zu einer möglichst objektiven Meinung (um das Wort Wahrheit zu vermeiden) zu gelangen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg - richtig, es gehört eine gewisse Weisheit dazu, die Weisheit der Vielen zu nutzen. Und auch wenn sie keine absoluten Wahrheiten hervorbringt oder vielleicht auch manchmal Schrott, ist sie doch ein in vielen Fällen wertvolles Instrument.<br />
Und die Parabel passt doch auch prima auf Meinungsfindung: du liest doch zu einem Thema auch gerne verschiedene Meinungen, um Argumente gegeneinander abwägen zu können und zu einer möglichst objektiven Meinung (um das Wort Wahrheit zu vermeiden) zu gelangen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg Friedrich</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-104</link>
		<dc:creator>Jörg Friedrich</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 12:35:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-104</guid>
		<description>@Fragezeichner: Gut aber, dass jemand gewusst hat, dass man die Schätzungen mitteln und nicht etwa addieren muss. Dieses Wissen ist in der "Weißheit der Vielen" nicht angelegt, das ist die Klugheit der Einzelnen.

Ebenso beim König und seinen "Weisen": Er hat sich eben keinen säulenartigen Wasserpfeifen-Fächer der ausssieht wie ein Seil mit fransen und auf dem man sitzen kann vorzustellen versucht, sondern eine eigene - ganz und gar seine - Theorie von der Beobachtungssituation eingebracht.

Mit der Wahrheit ist das ja so eine Sache, an dem Begriff haben sich schon viele Philosophen die Zähne ausgebissen. Wann ist denn der Satz "Heute regnet es" wahr? genau: wenn es heute regnet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Fragezeichner: Gut aber, dass jemand gewusst hat, dass man die Schätzungen mitteln und nicht etwa addieren muss. Dieses Wissen ist in der &#8220;Weißheit der Vielen&#8221; nicht angelegt, das ist die Klugheit der Einzelnen.</p>
<p>Ebenso beim König und seinen &#8220;Weisen&#8221;: Er hat sich eben keinen säulenartigen Wasserpfeifen-Fächer der ausssieht wie ein Seil mit fransen und auf dem man sitzen kann vorzustellen versucht, sondern eine eigene - ganz und gar seine - Theorie von der Beobachtungssituation eingebracht.</p>
<p>Mit der Wahrheit ist das ja so eine Sache, an dem Begriff haben sich schon viele Philosophen die Zähne ausgebissen. Wann ist denn der Satz &#8220;Heute regnet es&#8221; wahr? genau: wenn es heute regnet.</p>
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	<item>
		<title>Von: erstersein</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-103</link>
		<dc:creator>erstersein</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 21:32:38 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-103</guid>
		<description>Ich denke, man muss verschiedene Arten von Wahrheit unterscheiden. Erstens ist Wahrheit nichts anderes, als die EIgenschaft eines Satzes, nämlich die, wahr oder falsch zu sein. Die Aussage "heute regnet es" ist entweder wahr oder falsch. Wobei wir hier auch schon wieder das Problem haben "was ist heute". Das hängt nämlich schon wieder davon ab, WANN und WO dieser Satz gesprochen/geschrieben/gelesen wird.

Aber hier geht es offensichtlich um den philosophischen Begriff der "absoluten Wahrheit an sich". Und da bin ich schon eher der Meinung, dass man eher fragen sollte "WER ist Wahrheit", also "WEM glaube ich? WEM vertraue ich?"

Oder ist gemeint die "Wahrheit über Gott", oder ist gemeint die "Wahrheit über das Leben, das Universum und eben den ganzen Rest" oder oder..........

Aber wie gesagt, es könnte ja auch Wahrheitsfelder geben, sodass der Wahrheitsgehalt eines Satzes abhängig ist von Ort und Zeit, an dem er ausgewertet wird.

meint
Christoph</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, man muss verschiedene Arten von Wahrheit unterscheiden. Erstens ist Wahrheit nichts anderes, als die EIgenschaft eines Satzes, nämlich die, wahr oder falsch zu sein. Die Aussage &#8220;heute regnet es&#8221; ist entweder wahr oder falsch. Wobei wir hier auch schon wieder das Problem haben &#8220;was ist heute&#8221;. Das hängt nämlich schon wieder davon ab, WANN und WO dieser Satz gesprochen/geschrieben/gelesen wird.</p>
<p>Aber hier geht es offensichtlich um den philosophischen Begriff der &#8220;absoluten Wahrheit an sich&#8221;. Und da bin ich schon eher der Meinung, dass man eher fragen sollte &#8220;WER ist Wahrheit&#8221;, also &#8220;WEM glaube ich? WEM vertraue ich?&#8221;</p>
<p>Oder ist gemeint die &#8220;Wahrheit über Gott&#8221;, oder ist gemeint die &#8220;Wahrheit über das Leben, das Universum und eben den ganzen Rest&#8221; oder oder&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>Aber wie gesagt, es könnte ja auch Wahrheitsfelder geben, sodass der Wahrheitsgehalt eines Satzes abhängig ist von Ort und Zeit, an dem er ausgewertet wird.</p>
<p>meint<br />
Christoph</p>
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	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-102</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 17:05:10 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-102</guid>
		<description>@Jörg: in der Tat spielt die Aggregation der Informationen eine entscheidende Rolle. Aber einzelne Meinungen können aggregiert sehr wohl die Wahrheit ergeben. Nimm mal folgendes quantitatives Beispiel: 1000 Leute schätzen das Gewicht eines Bullen auf einem Jahrmarkt. Jede einzelne Schätzung ist falsch, aber das Mittel aller Schätzungen liegt um weniger als 3% daneben (eines der ersten Experimente zum Thema "Weisheit der Vielen"). Ist das Relativismus? Ich würde sagen, es ist Pragmatismus. Und genau das zeichnet auch den König aus der Fabel aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg: in der Tat spielt die Aggregation der Informationen eine entscheidende Rolle. Aber einzelne Meinungen können aggregiert sehr wohl die Wahrheit ergeben. Nimm mal folgendes quantitatives Beispiel: 1000 Leute schätzen das Gewicht eines Bullen auf einem Jahrmarkt. Jede einzelne Schätzung ist falsch, aber das Mittel aller Schätzungen liegt um weniger als 3% daneben (eines der ersten Experimente zum Thema &#8220;Weisheit der Vielen&#8221;). Ist das Relativismus? Ich würde sagen, es ist Pragmatismus. Und genau das zeichnet auch den König aus der Fabel aus.</p>
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		<title>Von: Muschelschubserin</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-101</link>
		<dc:creator>Muschelschubserin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 16:53:56 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-101</guid>
		<description>Ist dann eurer Meinung nach jede subjektive (Teil)Wahrheit falsch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ist dann eurer Meinung nach jede subjektive (Teil)Wahrheit falsch?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: MichaS</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-100</link>
		<dc:creator>MichaS</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 16:18:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-100</guid>
		<description>Zit.: "Meiner Meinung zeigt sie ganz gut, dass eigentlich jede Religion oder Philosophie nur einen Teil der Wahrheit besitzt."

Man könnte auch sagen, dass KEINE Religion oder Philosophie die Wahrheit besitzt. ;-)  (einen "Teil" der Wahrheit gibt es mE nicht, man kann auch nicht nur ein "bisschen schwanger" sein, Wahrheit ist nicht relativ)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zit.: &#8220;Meiner Meinung zeigt sie ganz gut, dass eigentlich jede Religion oder Philosophie nur einen Teil der Wahrheit besitzt.&#8221;</p>
<p>Man könnte auch sagen, dass KEINE Religion oder Philosophie die Wahrheit besitzt. <img src='http://www.wilsons-island.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  (einen &#8220;Teil&#8221; der Wahrheit gibt es mE nicht, man kann auch nicht nur ein &#8220;bisschen schwanger&#8221; sein, Wahrheit ist nicht relativ)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg Friedrich</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-99</link>
		<dc:creator>Jörg Friedrich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 14:37:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-99</guid>
		<description>Ich sehe vor allem, dass die Gefahr des Relativismus sehr groß ist. Das große Rätsel der Geschichte ist, doch, wie es dem König gelungen ist, die verschiedenen Aussagen zu kombinieren.

Ein Elefant ist ja nicht "ein bisschen ein Fächer, ein bisschen eine Säule, ein bisschen eine Wasserpfeife, ... je nach dem, wer draufschaut und aus welcher Position". Das ist Relativismus. Ein Elefant ist auch nicht Wasserpfeife und Säule und Fächer und...

Deshalb sind die Aussagen der Gelehrten in der Geschichte keine Teilwahrheiten, sondern schlicht falsch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe vor allem, dass die Gefahr des Relativismus sehr groß ist. Das große Rätsel der Geschichte ist, doch, wie es dem König gelungen ist, die verschiedenen Aussagen zu kombinieren.</p>
<p>Ein Elefant ist ja nicht &#8220;ein bisschen ein Fächer, ein bisschen eine Säule, ein bisschen eine Wasserpfeife, &#8230; je nach dem, wer draufschaut und aus welcher Position&#8221;. Das ist Relativismus. Ein Elefant ist auch nicht Wasserpfeife und Säule und Fächer und&#8230;</p>
<p>Deshalb sind die Aussagen der Gelehrten in der Geschichte keine Teilwahrheiten, sondern schlicht falsch.</p>
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	<item>
		<title>Von: Muschelschubserin</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-98</link>
		<dc:creator>Muschelschubserin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 10:10:21 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-98</guid>
		<description>Sehr schöner Vergleich! Ich denke, er passt auf viele Lebensbereiche. Die subjektive Wahrnehmung jedes Menschen, Religion, Philosophie, Politik, Nationalitäten, Blogs...

Ich sage immer "Die Wahrheit ist nicht schwarz oder weiß, sondern grau bzw bunt." Das bedeutet in etwa das selbe. Meistens ist der Mittelweg der richtige. Wobei das nicht bedeutet, dass man überhaupt in der Lage ist, die wirkliche Mitte zu finden (und somit alle Einzel-Wahrheiten überhaupt zu kennen). Man selbst ist ja schließlich auch eine Teil-Wahrheit, wenn man so will.

Was ich daran noch interessant finde ist, dass diese Sache das Leben sowohl erleichtern, als auch erschweren kann (also wieder irgendwas in der Mitte, hehe). Erkennt man, dass es immer mehrerer Teil-Wahrheiten bedarf, um das Ganze möglichst richtig zu erfassen, versteht man plötzlich vieles, was heute so passiert. Man bekommt einen neuen Durchblick und ein neues Verständnis für die Welt.

Auf der anderen Seite erschwert es dieses "Kommt drauf an..." bzw "Von jedem ein bisschen", klare Einstellungen zu entwickeln und somit konkret zu handeln. Wenn die Welt nicht nur schwarz-weiß ist, dann ist es - wenn man das Prinzip der Teil-Wahrheiten konsequent lebt - nicht möglich, zu sagen "Weiß ist doof, deshalb bin ich der Meinung schwarz. Und deshalb handle ich schwarz und verurteile alles weiße." (Wobei die Farben hier natürlich lediglich den Gegensatz symbolisieren, nicht irgendwas Politisches oder so.)

Beispiel: Wirkliches, konsequentes Mitgefühl ist sozusagen ein Produkt aus vielen Einzel-Wahrheiten. Ich sehe nicht nur meine Sicht, sondern versuche, den Standpunkt meines Gegenübers einzunehmen. Inklusiver seiner Erfahrungen, seiner Lebensgeschichte und der daraus resultierenden Meinung. Wenn ich das ehrlich und konsequent mache, wird es mir unmöglich sein, dieses Gegenüber "blind" zu verurteilen, sondern es wird sich eine Art "Verständnis" ergeben. Und daraus erwächst dann nicht nur Toleranz, sondern sogar ein Verantwortungsbewusstsein.

In manchen Bereichen, zum Beispiel in der Politik, ist es aber notwendig, einen klaren Standpunkt zu vertreten. Wären nicht deshalb Politiker, die sehr mitfühlend, tolerant und verständnisvoll sind, gänzlich ungeeignet für diesen Beruf? Weil sie keine eindeutigen schwarz-oder-weiß-Aussagen treffen könnten?

Ich wäre eine gänzlich schlechte Politikerin. Mir fällt es oft schwer, eine eindeutige Meinung zu etwas zu haben. Zu viele Teil-.Wahrheiten müsste ich dafür außer Acht lassen. Und das wäre ein inkonsequentes Verfolgen des Prinzips, welches mit der schönen Parabel beschrieben wird und in welchem ich mich seit Jahren übe. Das führt manchmal zu Unverständnis von anderen. Dieses "Grau" wird gerne als Naivität oder Idealismus abgetan.

Es gilt also, auch hier den Mittelweg zu finden: Möglichst viele Teilwahrheiten zu berücksichtigen und immer dafür offen zu sein. Sich jedoch nicht in diesem Wust zu verknoten, sondern genug Durchblick zu bewahren, um handlungsfähig zu bleiben. Das finde ich manchmal schwierig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr schöner Vergleich! Ich denke, er passt auf viele Lebensbereiche. Die subjektive Wahrnehmung jedes Menschen, Religion, Philosophie, Politik, Nationalitäten, Blogs&#8230;</p>
<p>Ich sage immer &#8220;Die Wahrheit ist nicht schwarz oder weiß, sondern grau bzw bunt.&#8221; Das bedeutet in etwa das selbe. Meistens ist der Mittelweg der richtige. Wobei das nicht bedeutet, dass man überhaupt in der Lage ist, die wirkliche Mitte zu finden (und somit alle Einzel-Wahrheiten überhaupt zu kennen). Man selbst ist ja schließlich auch eine Teil-Wahrheit, wenn man so will.</p>
<p>Was ich daran noch interessant finde ist, dass diese Sache das Leben sowohl erleichtern, als auch erschweren kann (also wieder irgendwas in der Mitte, hehe). Erkennt man, dass es immer mehrerer Teil-Wahrheiten bedarf, um das Ganze möglichst richtig zu erfassen, versteht man plötzlich vieles, was heute so passiert. Man bekommt einen neuen Durchblick und ein neues Verständnis für die Welt.</p>
<p>Auf der anderen Seite erschwert es dieses &#8220;Kommt drauf an&#8230;&#8221; bzw &#8220;Von jedem ein bisschen&#8221;, klare Einstellungen zu entwickeln und somit konkret zu handeln. Wenn die Welt nicht nur schwarz-weiß ist, dann ist es - wenn man das Prinzip der Teil-Wahrheiten konsequent lebt - nicht möglich, zu sagen &#8220;Weiß ist doof, deshalb bin ich der Meinung schwarz. Und deshalb handle ich schwarz und verurteile alles weiße.&#8221; (Wobei die Farben hier natürlich lediglich den Gegensatz symbolisieren, nicht irgendwas Politisches oder so.)</p>
<p>Beispiel: Wirkliches, konsequentes Mitgefühl ist sozusagen ein Produkt aus vielen Einzel-Wahrheiten. Ich sehe nicht nur meine Sicht, sondern versuche, den Standpunkt meines Gegenübers einzunehmen. Inklusiver seiner Erfahrungen, seiner Lebensgeschichte und der daraus resultierenden Meinung. Wenn ich das ehrlich und konsequent mache, wird es mir unmöglich sein, dieses Gegenüber &#8220;blind&#8221; zu verurteilen, sondern es wird sich eine Art &#8220;Verständnis&#8221; ergeben. Und daraus erwächst dann nicht nur Toleranz, sondern sogar ein Verantwortungsbewusstsein.</p>
<p>In manchen Bereichen, zum Beispiel in der Politik, ist es aber notwendig, einen klaren Standpunkt zu vertreten. Wären nicht deshalb Politiker, die sehr mitfühlend, tolerant und verständnisvoll sind, gänzlich ungeeignet für diesen Beruf? Weil sie keine eindeutigen schwarz-oder-weiß-Aussagen treffen könnten?</p>
<p>Ich wäre eine gänzlich schlechte Politikerin. Mir fällt es oft schwer, eine eindeutige Meinung zu etwas zu haben. Zu viele Teil-.Wahrheiten müsste ich dafür außer Acht lassen. Und das wäre ein inkonsequentes Verfolgen des Prinzips, welches mit der schönen Parabel beschrieben wird und in welchem ich mich seit Jahren übe. Das führt manchmal zu Unverständnis von anderen. Dieses &#8220;Grau&#8221; wird gerne als Naivität oder Idealismus abgetan.</p>
<p>Es gilt also, auch hier den Mittelweg zu finden: Möglichst viele Teilwahrheiten zu berücksichtigen und immer dafür offen zu sein. Sich jedoch nicht in diesem Wust zu verknoten, sondern genug Durchblick zu bewahren, um handlungsfähig zu bleiben. Das finde ich manchmal schwierig.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Fragezeichner</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-97</link>
		<dc:creator>Fragezeichner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 09:47:45 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/01/20/die-blinden-und-der-elefant-eine-parabel-ueber-religioese-toleranz/#comment-97</guid>
		<description>Ja, es ist nicht leicht, sich nur als ein Mosaiksteinchen zur Wahrheit zu begreifen, sondern hätte sie gerne auch ganz in seinem Besitz ;).
Stellt sich auch die Frage: ist es also besser, konsequent subjektiv zu sein, um seine Perspektive zur Wahrheitsfindung einzubringen, oder besser, eine Meta-Perspektive einzunehmen (also praktisch um den Elefanten herumzugehen), was letztendlich die Wahrheitsfindung schwieriger machen könnte, weil eine wichtige Perspektive vernachlässigt wird?
Werde die Frage mal in meinem Blog stellen....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist nicht leicht, sich nur als ein Mosaiksteinchen zur Wahrheit zu begreifen, sondern hätte sie gerne auch ganz in seinem Besitz ;).<br />
Stellt sich auch die Frage: ist es also besser, konsequent subjektiv zu sein, um seine Perspektive zur Wahrheitsfindung einzubringen, oder besser, eine Meta-Perspektive einzunehmen (also praktisch um den Elefanten herumzugehen), was letztendlich die Wahrheitsfindung schwieriger machen könnte, weil eine wichtige Perspektive vernachlässigt wird?<br />
Werde die Frage mal in meinem Blog stellen&#8230;.</p>
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