Archiv für Januar 22nd, 2008

Maulana Dschelaleddin Rumi - ein großer islamischer Mystiker

Wie viel wissen die Deutschen über die Religionen der anderen Nationen, die mit ihnen zusammen in diesem Staat leben? So möchte ich heute einen der großen islamischen Mystiker - Maulana Dschelaleddin Rumi - vorstellen.

seite-aus-dem-koran.JPGMaulana Dschelaleddin Rumi und sein Werk hatten von Anfang an großen Einfluss auf die Dichter und Denker der islamischen Welt. Die persische und türkische Literatur sind ohne ihn kaum denkbar. Genauso wenig wie das Werk Muhammad Iqbal`s, des geistigen Vaters des heutigen Pakistan. Rumi`s Worte sind in der indischen Dichtung ebenso lebendig wie in der Philosophie Irans.
Im Westen ist Rumi dagegen eher indirekt, über den von ihm angeregten Orden der “tanzenden Derwische” bekannt. Dschelaleddin wurde wahrscheinlich am 30. September 1207 in Balch, im damaligen Persien und heutigen Afghanistan, geboren.
Als Gelehrter an einer islamischen Hochschule in Konya / Zentralanatolien (einer Gegend, die zur damaligen Zeit noch weitgehend christlich war) erlangte er bereits zu Lebzeiten große Berühmtheit.

Die Wende in Dschelaleddin`s Leben war die Begegnung mit Schamseddin von Täbriz, einem Derwisch, im Jahre 1244 in Konya. Eine der vielen Überlieferungen schildert das erste Zusammentreffen der beiden so:
Eines Tages kam Maulana aus der Medrese der Baumwollhändler. Er ritt auf einem Kamel, und die Studenten bewegten sich in seinem Gefolge. Plötzlich begegnete ihm Schamseddin Täbrizi und fragte Maulana: „Ist Bayezid größer oder Muhammad?“ Maulana sprach: „Was ist das für eine Frage? Muhammad ist das Siegel der Propheten –was hat er mit Bayezid zu tun?“ Schams sagte: „Warum hat dann Muhammad gesagt: `Wir kennen dich nicht, wie es sich gebührt.´ und Bayezid: `Preis sei mir, wie groß ist meine Majestät!´?“ Maulana fiel infolge der Ungeheuerlichkeit dieser Frage nieder und verlor das Bewusstsein…“ *

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Erstellt am Dienstag 22. Januar 2008
Unter: Kultur, Think about it | 1 Kommentar »