Archiv für Januar, 2008

Daniel J. Goldhagen über den politischen Islam

In der linken Wochenzeitung “Jungle World” erschien vor einiger Zeit ein interessantes Interview mit Daniel J. Goldhagen über seine Thesen zu einem politischen Islam, die ich jetzt hier in Auszügen zur Diskussion stelle. Goldhagen, Autor des vor einigen Jahren heftig diskutierten Buches »Hitlers willige Vollstrecker«, plädiert darin u.a. dafür, zwischen einem politischen Islam und dem Islam als Religion zu unterscheiden.

“Es ist sehr wichtig, eine strikte Unterscheidung zwischen dem politischen Islam, der eine politische Bewegung ist, und andererseits dem Islam als Religion und Menschen, die Muslime sind, zu treffen.”

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Erstellt am Mittwoch 23. Januar 2008
Unter: Gesellschaft, Global | 3 Kommentare »

Maulana Dschelaleddin Rumi - ein großer islamischer Mystiker

Wie viel wissen die Deutschen über die Religionen der anderen Nationen, die mit ihnen zusammen in diesem Staat leben? So möchte ich heute einen der großen islamischen Mystiker - Maulana Dschelaleddin Rumi - vorstellen.

seite-aus-dem-koran.JPGMaulana Dschelaleddin Rumi und sein Werk hatten von Anfang an großen Einfluss auf die Dichter und Denker der islamischen Welt. Die persische und türkische Literatur sind ohne ihn kaum denkbar. Genauso wenig wie das Werk Muhammad Iqbal`s, des geistigen Vaters des heutigen Pakistan. Rumi`s Worte sind in der indischen Dichtung ebenso lebendig wie in der Philosophie Irans.
Im Westen ist Rumi dagegen eher indirekt, über den von ihm angeregten Orden der “tanzenden Derwische” bekannt. Dschelaleddin wurde wahrscheinlich am 30. September 1207 in Balch, im damaligen Persien und heutigen Afghanistan, geboren.
Als Gelehrter an einer islamischen Hochschule in Konya / Zentralanatolien (einer Gegend, die zur damaligen Zeit noch weitgehend christlich war) erlangte er bereits zu Lebzeiten große Berühmtheit.

Die Wende in Dschelaleddin`s Leben war die Begegnung mit Schamseddin von Täbriz, einem Derwisch, im Jahre 1244 in Konya. Eine der vielen Überlieferungen schildert das erste Zusammentreffen der beiden so:
Eines Tages kam Maulana aus der Medrese der Baumwollhändler. Er ritt auf einem Kamel, und die Studenten bewegten sich in seinem Gefolge. Plötzlich begegnete ihm Schamseddin Täbrizi und fragte Maulana: „Ist Bayezid größer oder Muhammad?“ Maulana sprach: „Was ist das für eine Frage? Muhammad ist das Siegel der Propheten –was hat er mit Bayezid zu tun?“ Schams sagte: „Warum hat dann Muhammad gesagt: `Wir kennen dich nicht, wie es sich gebührt.´ und Bayezid: `Preis sei mir, wie groß ist meine Majestät!´?“ Maulana fiel infolge der Ungeheuerlichkeit dieser Frage nieder und verlor das Bewusstsein…“ *

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Erstellt am Dienstag 22. Januar 2008
Unter: Kultur, Think about it | 1 Kommentar »

New York hat eine neue Attraktion

brooklyn-bridge-wasserfall.jpgNew York wird in diesem Sommer um eine Attraktion reicher.
Nach “The Gates”, den orangefarbenen Toren im Central Park von Christo und Jeanne-Claude, sollen in diesem Jahr von Mitte Juli bis Mitte Oktober vier riesige künstliche Wasserfälle mitten in der Stadt zu sehen sein. Einer davon fließt über einen Pfeiler der Brooklyn Bridge.
“The New York Waterfalls”, so der Titel der Installation, ist ein neues Projekt des dänischen Künstlers Olafur Eliasson. Der 1967 in Kopenhagen geborene Eliasson hat mit seinen Projekten bereits in der Vergangenheit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Installation “The Weather Project”, eine Art künstlicher Sonne aus Spiegeln und Leuchtmitteln, lockte 2003 mehr als zwei Millionen Besucher nach London.
Sein neues New Yorker Projekt ist die bislang größte und aufwendigste Arbeit des Künstlers. Die Wasserfälle, mit einer Höhe von 30 bis 40 Metern in etwa so groß wie die Freiheitsstatue, werden am Rande der Manhattaner Südspitze liegen: unter der Brooklyn Bridge, am Rande des FDR-Drives, vor den Piers von Brooklyn und vor Governor’s Island im Hafen. Zeitgleich läuft im Museum of Modern Art eine Eliasson-Retrospektive.

Quelle: yahoo news
Photo © Reuters

Erstellt am Montag 21. Januar 2008
Unter: Kultur | Keine Kommentare »

Die Blinden und der Elefant - eine Parabel über religiöse Toleranz

elefanten-im-lotusteich.JPG“Es waren einmal fünf weise Gelehrte. Die waren alle blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf die Reise geschickt, herauszufinden, was denn ein Elefant sei.

So machten sich die Blinden auf die Reise nach Indien. Dort wurden sie zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen im Kreis um das Tier und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.

Zurück bei ihrem König, berichteten sie nun, was ein Elefant ist. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden, und den Rüssel des Elefanten betastet. Er sprach: “Ein Elefant ähnelt gewiss einer Wasserpfeife.”

Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: “Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer.”

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Erstellt am Sonntag 20. Januar 2008
Unter: Timeless | 14 Kommentare »

„Nokia soll Wachstum und Wohlstand bringen“

Wenn man in den letzten Tagen die Medien zu der Ankündigung Nokias, sich aus Bochum zurückzuziehen, gelesen hat, konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie mehr ablenken als erhellen.

Die meisten öffentlichen Stellungnahmen schwanken zwischen demonstrativer Hilflosigkeit („Jetzt müssen die aber die Subvention zurückzahlen“) und menschelndem Opportunismus („Ich gebe mein Handy zurück“). Wer meine drei vorangegangenen Beiträge deshalb einer gewissen Ironie geschuldet sieht, mag damit durchaus recht haben. Ist doch Ironie manchmal auch eine notwendige Gedanken-Müllabfuhr.

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Erstellt am Samstag 19. Januar 2008
Unter: Gesellschaft, Global, economy | 2 Kommentare »

Der Winter wird verschoben

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Erstellt am Freitag 18. Januar 2008
Unter: Timeless | Keine Kommentare »

Lyon wird geklont

stadt-lyon.jpgDubai will Lyon klonen! In der letzten Woche hat das arabisches Emirat dazu einen Vertrag mit der französischen Stadt unterzeichnet.

Die Errichtung einer Kopie von Lyon`s gastronomischen und kulturellen Attraktionen mitten in der der Wüste war eine Idee von Saeed al-Gandhi, einem Unternehmer Dubais. Das neue Lyon wird eine Größe haben, vergleichbar dem Quarter Latin in Paris, mit Restaurants, Cafés und Museen.

Geplant ist in der Wüstenstadt auch ein, nach dem berühmten Sterne-Koch benanntes, “Paul Bocuse Institut”. Hier sollen Studenten in Hotelmanagement und der französischen Kochkunst ausgebildet werden, um den Tourismus weiter zu entwickeln. Geplant ist auch ein Fußball Trainings Camp, das von einem lyoneser Team geleitet werden wird.

Quelle: timesonline

Erstellt am Freitag 18. Januar 2008
Unter: Kultur | 1 Kommentar »

Nokia wird in den Iran verlagert…

… oder war es Albanien, oder Mauretanien ?

Wer gestern auch mitbekommen hat, wieviele unterschiedliche Länder in den öffentlichen Medien jeweils kurz hintereinander genannt wurden, wird sich wahrscheinlich ebenso gefragt haben, ob der Qualitätsjournalismus seine eigenen Richtlinien (die auf dieser Podiumsdiskussion den Bloggern wieder mal vorgehalten wurden - aber lassen wir das) selbst verinnerlicht hat!

Erst war von einer Verlagerung nach Finnland die Rede. Wahrscheinlich weil Nokia dort seinen Stammsitz hat. Dann von Ungarn. Vielleicht weil Ungarisch wie Finnisch zu den finnisch-ugrischen Sprachen gehört? Heute ist nun Rumänien im Gespräch.

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Erstellt am Donnerstag 17. Januar 2008
Unter: Gesellschaft, economy | Keine Kommentare »

CLP - Chris de Luca vs Phon.o “Drop It”



via: de-bug

Erstellt am Donnerstag 17. Januar 2008
Unter: Kultur | Keine Kommentare »

Mehdorn - ein „cholerisches Rumpelstilzchen“?

hartmut-mehdorn.jpgKurz nachdem Mehdorn den neuen Tarifvertrag mit der Lokführergewerkschaft unterschrieben hatte, warnte der Bahnchef vor den Folgen seiner eigenen Unterschrift: Entlassungen und höhere Ticketpreise seien nun unausweichlich. Warum hat er dann unterschrieben? Und warum tritt er nach, sobald die Einigung unter Dach und Fach ist?

Mehdorn beweist damit erneut seinen unprofessionellen Umgang mit der Öffentlichkeit. Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn warf Mehdorn sogar vor, er agiere wie ein cholerisches Rumpelstilzchen. Wie steht es jetzt eigentlich tatsächlich um die Bahn? Momentan schreibt sie schwarze Zahlen. Kann die Bahn die höheren Löhne nun verkraften, oder nicht?

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Erstellt am Donnerstag 17. Januar 2008
Unter: economy | 1 Kommentar »