Alles Zufall?
Wir schreiben das Jahr 1942. Über dem Nordatlantik kämpft ein Flugzeug gegen Wind und Wetter. Doch es kommt einfach nicht voran. Also entscheidet der Kapitän den Flug nach New York abzubrechen und nach Irland zurückkehren. Das Flughafenrestaurant ist schon über die Ankunft der völlig durchfrorenen und erschöpften Passagiere informiert…
Küchenchef Joe Sheridan hat zu so später Stunde nicht viel zur Hand und kippt deshalb wenigstens einen Schuss Whiskey in den heißen Kaffee. Auf neugieriges Nachfragen der begeisterten Fluggäste meint er: “That`s Irish Coffee”. Noch ist ihm in dieser Minute gar nicht bewußt, dass er soeben, ganz nebenbei, den weltberühmten “Irish Coffee” erfunden hat. Noch viele Jahre danach servierte Sheridan “seinen” Kaffee dann im “Buena Vista Cafe” in San Franzisko.
Ich finde dies ist eine schöne Geschichte über Zufälle im Leben. Die, so ähnlich, bestimmt schon jeder einmal selbst erlebt hat. Oft gibt ausgerechnet ein kleiner “unbedeutender” Zufall unserem Leben eine ganz neue Wende. Wenn wir es denn zulassen. Aber dazu später mehr.
Was ist das eigentlich - Zufall? Das Lexikon nennt solche Ereignisse “Zufall”, die nicht kausal erklärbar sind. Ein Ereignis, hinter dem scheinbar keine erkennbare Regel steckt. Ist Zufall dann also nur das, dessen Gesetzmäßigkeit wir (noch) nicht erklären können? Gibt es das, wissenschaftlich betrachtet, überhaupt - den Zufall? Oder - steckt da vielleicht “mehr” dahinter? “Spricht” gar der Zufall zu uns? Was will er uns dann damit “sagen”?
Quelle der Story: Der Feinschmecker










Freitag 8. Februar 2008 um 11:20
Nee, Zufall ist das Zufallen des Geistes auf diejenigen, die es nötig haben.
Ein amerikanischer Freund, hier zu Besuch, fand Weißwürste in meinem Kühlschrank. Er briet sie, weil er es nicht besser wußte. Nicht besser? Weißwürste gibt es bei mir NUR noch gebraten!
Freitag 8. Februar 2008 um 12:32
Ist die Antwort auf die Frage “Gibt es Zufall?” nicht abhängig von der Antwort auf die Frage “Gibt es Gott?” (deren Antwort noch aussteht)?
Freitag 8. Februar 2008 um 14:03
an Fragezeichner:
Ich habe eine gaaaanz neue Idee zu der Frage, ob es Gott oder Zufall gibt:
Ist es nicht möglich, daß wir die Frage nach Gott nur stellen, weil wir uns ausgeliefert fühlen?
Wie wäre es zum Beispiel, uns von Gott vorübergehend, für unser Leben, beurlaubt zu fühlen,
um mal eigene Erfahrungen zumachen? Auf Wolke 7 sitzen und Hosianna singen können wir
dann später immer noch. wenn wir tot sind. Doch solange wir leben, was Gott uns ja erlaubt,
dürfen wir doch mal was anderes machen, als ihn zu lobpreisen, wenn er denn überhaupt so
eingebildet ist, das von uns zu verlangen.
Gott braucht irgendeines Hilfe hier auf Erden? Ist er denn nun allmächtig, oder was? Da stehen
irgendwelche Hampel auf und meinen, sie handelten im Namen Gottes. Das soll vereinbar sein
mit einem allmächtigen Gott? Er wird sich diese Impertinenz verbitten. Ich als Gott jedenfalls würde
das tun.
Freitag 8. Februar 2008 um 18:42
@Triomento: kann dir da nicht weiterhelfen. Aber ich gebe dir Recht: wenn es Gott gibt, kann er nicht gleichzeitig gütig und allmächtig sein, das kann man logisch einfach widerlegen. Das ist aber auch nur die Gottes-Definition der katholischen Kirche, die sich laufend in irgendwelche Widersprüche verstrickt.
Sonntag 10. Februar 2008 um 04:19
Hallo,
meine Antwort auf die Frage ob der Zufall zu uns spricht lautet ja. Ich bin tief und fest davon überzeugt, dass eben dieser die Quelle des Lebens selbst ist. Kontinuierlich neues erschaffend, hierdurch das Unnütze oder Umständliche verdrängend, produziert dieser Effekt die optimale Anpassung des Belebten an jedwede Gegebenheit.
Noch immer unsere Psychose aktiv auslebend alles kontrollieren zu wollen, negiert einzig unsere Spezies diesen, ansonsten um uns herum noch immer wirksamen, Effekt zusehend. Vermutlich bis zu dem Punkt, an dem ein solcher Zufall, welcher sich unserer Kontrolle entzieht, uns unnütz macht
Gruß