“Mein Büro ist in der Eulenspiegel-Strasse”…
… sagt Franz Xaver Bogner - Autor und Regisseur der Kultserie “Irgendwie und Sowieso”. Der Porträtist der Bayern. Die, erfahren wir in einem Radiogespräch mit ihm, haben immer einen leichten Hang zum exzentrischen Wahnsinn und zur leisen Anarchie. Und brennen jetzt sogar eigenen Whisky! Yes, Bavarian Malt
Whisky aus Schliersee!
Franz Xaver Bogner hat jetzt eine neue Serie gedreht, der “Kaiser von Schexing“. Es ist die Geschichte von einem “Bürgermeister, der kein Politiker ist und eigentlich Musicalstar werden wollte, aber jetzt in seinem Rathaus regiert wie ein kleiner König“. In einer Nebenrolle ist Nick von der Indie-Rockband Franz Ferdinand aus Glasgow zu sehen.
Seine Drehbücher schreibt Bogner am liebsten mit Füllfederhalter und kobaltblauer Tinte. Was ihn mir symphatisch macht. Auch meine Gedanken wollen schließlich oft erst durch meinen Füller fließen, bevor sie in die Tastatur gehackt werden können. Unpraktisch aber schön. Und wie Bogner habe ich auch für jedes Manuskript einen eigenen Bleistift, Kugelschreiber oder eben Füllfederhalter. Crazy? Vielleicht sind mir deswegen exzentrische Menschen mit einem kleinen oder großen Spleen auf Anhieb symphatisch? Aber geht das heute überhaupt noch, in unserer uniformierten Welt - Mensch sein, mit leicht anarchistischer Macke?
Photo © elbud










Sonntag 10. Februar 2008 um 01:50
Hallo,
ich hoffe doch sehr, dass genau dies, heute und auch morgen noch geht. Im Verlaufe meines bisher recht pragmatischen Lebens (also eher nicht so kreativen), bin ich oft genug über solche, in meinen Augen begnadete, Menschen „gestolpert“. Nach wie vor empfinde ich tiefe Bewunderung für die kreative Schaffenskraft dieser Menschen, auch wenn sie ansonsten weidlich Probleme zu haben scheinen, den gegebenen verwaltungstechnischen Strukturen Herr zu werden.
Es scheint so, als sei dies der Preis der Kreativität
Gruß
Sonntag 10. Februar 2008 um 02:10
@ Michael:
“Nach wie vor empfinde ich tiefe Bewunderung für die kreative Schaffenskraft dieser Menschen, auch wenn sie ansonsten weidlich Probleme zu haben scheinen, den gegebenen verwaltungstechnischen Strukturen Herr zu werden.” Das sehe ich genau so!
Ich bewundere Menschen, die ihre Idee so konsequent durchziehen und dabei ihre Art behalten.
Sonntag 10. Februar 2008 um 04:37
@Aki Arik:
Erschreckend finde ich vor allem die offensichtliche Intoleranz die unsere Struktur, das System, die Verwaltung noch immer diesen Menschen entgegen bringt. Dabei ist doch ganz offensichtlich, dass nur die kreativen und nicht die statischen Geister unserer Spezies neue Wege aufzeigen. Sowie die zeitlichen Lücken zwischen Jagen, Essen und Schlafen durch Lernen wie Lehren und Spass wie Freude bereichern.

Der schwache fürchtet den starken Geist, aus Angst vor Verdrängung im Wettbewerb. Er erkennt ob dieser Schwäche nicht, dass der starke Geist nicht nach Schwäche strebt
Gruß