Archiv für Februar 15th, 2008

Diese Drohung zieht bei mir nicht mehr

et-in-town.jpg Das Ende ist absehbar. Bald ist mein 1-monatiges Fahrverbot rum - und ich muss sagen, so richtig abschrecken kann mich so was jetzt nicht mehr. Nach dem man sich als Kreativarbeiter daran gewöhnt hat, pünktlichst statt flexibel zu sein; es dich irgendwann nicht mehr aufregt, wenn du am Bahngleis plötzlich feststellt, dass abends nur jede Stunde ein Zug von der Arbeit nach Hause fährt; du nach Wochen erfährst, dass eine andere Fahrkartenversion viel billiger gewesen wäre - wenn du das alles hinter dir hast, ist es ohne Auto eigentlich recht entspannend. Die Drohung “Fahrverbot” hat ihre Wirkung bei mir verloren.

Tja - und während einer Zugfahrt hat man auch mal Zeit für so Fragen wie: “Ist es eigentlich immer so, dass unsere Befürchtung, oft auch Ängste, vor dem, was uns erwarten könnte, viel größer sind als das, was dann tatsächlich auf uns zukommt?” Ich denke da z.B. nur an meine Prüfungen oder Referate in der Schule oder im Studium. Was hatte ich da nicht oft für Ängste - und dann war alles halb so schlimm. Aber nicht nur in den Schulen kennt man die Angst vor dem, was einem bedrohlich werden könnte. Auch andere gesellschaftliche Großinstitutionen, wie die Kirchen - haben die nicht auch früher einmal mit der Angst und der Androhung ewiger Strafen gearbeitet?

Wie ist das eigentlich in der Kindererziehung? Ist die “Angst” vor z.B. einem Fernsehverbot, die Drohung damit, nicht viel überzeugender, als es dann auch tatsächlich zu verhängen? Haben die Kids, wenn es denn wirklich ausgesprochen wird, nicht schon längst eine viel interessantere Beschäftigung entdeckt? Oder wäre es inkonsequent, eine Drohung nicht auch wahr zu machen? Und wie verhält sich das dann in der Politik? Wäre es z.B. vor dem Irak-Krieg nicht besser gewesen, die Drohkulisse einfach weiter aufrecht zu erhalten, als die Drohung auch umzusetzen? Oder funktioniert das nur bei Menschen wie mir, die grundsätzlich bereit sind, sich an Regeln zu halten? Ich weiß es nicht. Was meint ihr dazu?

Vielleicht sind ja auch die Aliens, wenn sie denn einmal wirklich durch unsere Strassen spazieren, viel harmloser, als es uns jetzt unsere Fantasie oder Science-Fiction Thriller vorgauckeln?

Erstellt am Freitag 15. Februar 2008
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Steven Spielberg hat gekündigt

spielberg.jpgDer Filmemacher, Regisseur und Oscarpreisträger Steven Spielberg berät China nicht mehr für die olympischen Spiele. Der Grund ist die Sudan-Politik Chinas. “Mein Gewissen erlaubt es mir nicht, wie gewohnt einfach weiterzumachen… Es geht darum, alles dafür zu tun, dass den unbeschreiblichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die weiter in Dafur passieren, endlich Einhalt geboten werde“. darfur.jpg

Spielberg verlangte in einer öffentlichen Erklärung, dass China mehr tun muss, um die menschliche Tragödie in Dafur zu beenden. China ist einer der Hauptabnehmer für sudanesisches Erdöl und pflegt enge wirtschaftliche Beziehungen zum Sudan. In der Vergangenheit hat China stets sein Veto im UN-Sicherheitsrat eingelegt, wenn das Vorgehen der Regierung in Khartum verurteilt werden sollte.

Nach Schätzungen von NGO`s wurden in den vergangenen Jahren bei dem Konflikt in Darfur mehr als 200.000 Menschen getötet. Bis zu 2,5 Millionen wurden vertrieben, viele flohen in die Nachbarländer des Sudans. Die islamistische Regierung in Khartum, die die Rückendeckung Chinas hat, streitet bis heute jeden Vorwurf der gezielten Vertreibung ab.

Quelle: Spiegel Online

Erstellt am Freitag 15. Februar 2008
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