Archiv für März, 2008

Der siebte Tibeter

buddhistische-monche.jpg… ist verschwunden, sagt eine alte Legende. Auf dem höchsten Berg Tibets, dem Chomolungma, sitzen sechs Weise und warten auf den siebenten. Nur gemeinsam können sie die Wahrheit erkennen. Einzeln besitzen sie nur einen Teil der Wahrheit. So muss die Menschheit auf die Wiederkehr des siebenten Weisen warten, bis sie erfahren wird, was wahr ist.

„Steht auf und steigt von eurem Berg hinab…“, möchte man den Mönchen zurufen, „…die Wahrheit ist doch ganz nebensächlich!“

Nachdem Mose die ersten, von Gott persönlich beschriebenen, Gesetzestafeln zerschmettert hatte, musste er die neuen dann selbst schreiben: „Dann sprach der Herr zu Mose: Schreib diese Worte auf.“ (1) Was Mose dann auch prompt und hoffentlich fehlerfrei erledigte: „Er schrieb die Worte des Bundes, die zehn Worte, auf Tafeln.“ (2) Mose schrieb das auf, was er verstand. Wie es heute zu verstehen ist, darüber lässt sich streiten.

Es gibt nicht nur ein Evangelium, sondern gleich vier, die sich auch noch teilweise widersprechen. (3) Welches der Evangelien hat nun die Wahrheit? Vielleicht liegt aber auch Absicht und Sinn hinter all den Widersprüchlichkeiten. Die eine, endgültige Wahrheit, wem sollte sie nützen? Wer leben will, muss die Wahrheit immer wieder an neue Anforderungen anpassen können - muss die Freiheit haben, Wahrheit auslegen zu können.

Wissenschaftliches Denken beruht seit dem Griechen Parmenides auf der Unterscheidung zwischen wahrem und falschem Wissen. Aber können wir die Wahrheit der Außenwelt so sehen, wie sie tatsächlich ist? Jede Wahrnehmung ist subjektiv. Unsere Sinne liefern kein getreues Abbild der Realität. Das, was wir Wahrheit nennen, steht nur stellvertretend für die Wirklichkeit, ist dessen Repräsentant. Es sind nur Bilder. „Du sollst dir kein Bild machen“, heißt es - “und dich stattdessen der Wirklichkeit zuwenden.” Wahrheit ist nicht wirklich wahr.

Glauben heißt nicht Wissen. Aber was kann ich wissen? Nicht nur die absolute Wahrheit ist Glaubenssache. Soll ich glauben, dass sich die Erde um die Sonne dreht? Ich muss es glauben, denn wissen – durch eigene Anschauung wissen – kann ich es nicht. Auch die Wissenschaft ist für den Einzelnen nur Glaubenssache. Dann glaube ich an meine Wahrheit, sagt der Individualist in mir.

Ist Wahrheit also relativ, eine rein subjektive Veranstaltung? Gibt es damit keine absolut gültigen Wahrheiten mehr? Aber wie soll dann ein Gespräch zwischen Menschen noch möglich sein? Der siebente Mönch ist sehr einsam. Muss darum die „absolute Wahrheit“ nicht im transzendenten, sondern im transpersonalen Raum gesucht werden? Eine Wahrheit auf Zeit? Nur für die Dauer eines ewigen Gesprächs mit dem „Du“?

„Wer ist da eigentlich im Recht? Die Chinesen oder die Tibeter?“, fragst du mich. Ich weiß es nicht. Auf viele Fragen gibt es hier keine eindeutige Antwort, schreibt Muschelschubserin. Vermitteln uns die Medien die ganze Wahrheit in dem Konflikt? „Du musst immer für die Leidenden Partei ergreifen!“, sagt Reuven Moskovitz zu mir. „Und was, wenn beide leiden?“, frage ich mich.

Die Suche nach der Wahrheit hat uns wenig Freude, dafür aber umso mehr Unfriede gebracht. Seit Zweieinhalbtausendjahren sind wir nun schon auf diesem Trip. Achsenzeit nannte das Karl Jaspers. Seit damals wurde der Gegensatz zwischen „wahr“ und „unwahr“ von zentraler Bedeutung – zumindest im Westen. Die Wege von Ost und West verlaufen seitdem getrennt.

Der Kulturrevolutionär, Fundamentalist und Bilderstürmer Echnaton hat als erster diese Unterscheidung zwischen wahr und unwahr gefordert. Mose folgte ihm darin und verurteilte alle, die nicht den wahren Gott sondern das unwahre goldene Kalb angebetet hatten: „ Jeder lege sein Schwert an. Zieht durch das Lager von Tor zu Tor! Jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten.“ (4)

Ist die Wahrheit unser Unglück? Ich glaube nicht an die Wahrheit, sagt der Skeptiker in mir. Aber wozu noch Skepsis, ist doch die Wahrheits-Zuversicht uns längst entschwunden, hat uns orientierungslos zurückgelassen in einer Welt, in der wir von Leere umgeben sind.

In Asien weiß jeder, dass es mehr als eine Wahrheit gibt.“, habe ich vor kurzem irgendwo gelesen. Ich suche in drei Büchern über chinesische Philosophie nach dem Wort „Wahrheit“ und finde es nirgends. Dafür aber den Begriff „Wahrhaftigkeit“. Der siebente Mönch wird nach seiner Rückkehr schon verraten, was die Wahrheit ist, denke ich. Bis dahin habe ich mit der Wahrhaftigkeit genug zu tun.

Wahrhaftigkeit ist nichts äußerliches, sondern der Zustand der Wahrheit im Inneren lebendiger Wesen. Alle Wesen sind „Beta-Versionen“ und immer noch “in Arbeit”. Wozu soll z.B. ein Blinddarm gut sein? Trotzdem ist das Leben schon jetzt existent und muss nicht auf die endgültigen Baupläne warten. Die Natur wartet nicht auf die endgültige Wahrheit. Sie gibt sich mit einem Teil der Wahrheit zufrieden.

Jedes Wesen weiß, dass es nur vorübergehend ist, dass es eine vorläufige Wahrheit ist, und doch kämpft es vehement um diese, seine Wahrheit. Es kämpft für die Wahrheit seiner Seins-Idee, seines genetischen Bauplans. Ohne diese eigene, vorläufige und “falsche” Wahrheit gäbe es kein Leben. Auch der Mensch ist gefangen und verwickelt in diesen Kampf um die Wahrheit. Aber er ist frei, dies zu erkennen und auf seiner Einheit zu bestehen.

Photo ©: Desired

(1) Ex 32, 24 / (2) Ex 32, 25 / (3) Mk 15, 32 vs. Lk 23, 40 / (4) Ex 32, 7

Erstellt am Samstag 29. März 2008
Unter: Kultur, Think about it | 12 Kommentare »

Versöhnung für den Nahen Osten - das „Pen-Pal Projekt”

Die meisten Nachrichten aus dem Nahen Osten - ob in den Zeitungen, im Radio oder Fernsehen - sind geprägt von Terror und Gewalt. Im Westjordanland, in Gaza, in Israel. Anschläge, Vergeltung und Zerstörung folgen aufeinander. Hass und Fanatismus, Wut und Rache bestimmen das Geschehen. Ein Dialog scheint unmöglich.
Trotz allem gibt aber immer auch kleine Hoffnungsschimmer in dieser scheinbar ausweglosen und verfahrenen Situation. Solche Zeichen der Hoffnung sind z.B. das arabisch- jüdische Friedensdorf “Neve Shalom - Wahat al Salam” das von Reuven Moskovitz mitgegründet wurde, der Dirigent Daniel Barenboim, der gemeinsam mit israelischen und palästinensischen Musikern auftritt oder Yael Katz Ben Shalom, der die Begegnung zwischen einer jüdischen und einer arabischen Schule in Jaffo initiierte.Vor einiger Zeit habe ich ein weiteres Friedens-Projekt kennen gelernt, das mich sofort tief beeindruckt hat. Es nennt sich „Pen-Pal Projekt“. Auf Deutsch „Brieffreundschaften-Projekt“. Eytan Shouker und Eldad Cidor, beide Künstler, ist es damit gelungen, eine persönliche Begegnung zwischen palästinensischen und israelischen Jugendlichen über alle Grenzen hinweg zu ermöglichen. Die Künstler verteilten Einwegkameras an 500 Jugendliche, die damit ihre unmittelbare Umgebung, ihren ganz normalen Alltag, dokumentieren konnten. Die entwickelten Fotos erhielten die Jugendlichen als eine Postkarte wieder zurück. Dazu auch den Namen eines Brieffreundes, an den sie diese Postkarte mit ihren persönlichen Gedanken schicken konnten. Für viele war dies die erste freundschaftliche Beziehung mit dem bisherigen „Feind“.

mira.JPGMira (18), Bir Zeit

Yamit.

How are you? Thanks for your letter. The photo is very beatiful. I will tell you about my hoppies, my best hoppies are swimming, read English novels, play basket ball. Please write to me again.

From Mira

Diese berührende Aktion scheint naiv und weltfremd angesichts der tagtäglichen Ereignisse, die das Leben und die Gedanken der Menschen in diesem Land prägen. Für die Jugendlichen aber war es eine einmalige Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens. Ich mag dieses Projekt und bin begeistert. Warum gibt es nicht mehr davon?

Angi (14), Bir Zeitangi.JPG

Hi Rony,

I would like to ask you some questions. 1. are you with the peace? 2. What do you like to do with the peace?

3. Do you like to be friend with us“ 4. Who is the Rony and why?

Send the answers back. This is one of my pictures. You know I hope we stay friends 4ever.

Das „Pen-Pal Projekt“ hinterlässt nicht nur einen tiefen Eindruck bei jedem, der es kennen lernt, es bringt auch eine Botschaft an alle Menschen in der Welt: So verschieden wir auch sein mögen, uns eint viel mehr, als uns trennt.

fadi.JPGFadi (18), Qalkilya

Hello. I am Fadi from Azzoun. I have a problem. I send to my friend two times, but I didn`t received any answer until now. By the way, I wait more than two weeks after sending, but the needed time is 4 days. My friend name is Mor. I am waiting an answer with thankful.

Fadi

Ein palästinensisches Kind kennt Israelis wahrscheinlich nur als Soldaten. Einem israelischen Kind prägt sich die Angst vor einem Terroranschlag ein. Auch die Medien zeigen nur die Konflikte. So trennt sich schnell die Welt in Gut und Böse. Aber die Realität ist anders. Wer sich traut, den anderen zu verstehen, hat schon angefangen die Welt ein Stück besser zu machen.

„Sie und wir.
Wir und sie…
Jede Seite bewaffnet mit ihren historischen und moralischen Ansprüchen,
machen unser gemeinsames Paradies
zur existentiellen Hölle…“

Eytan Shouker, Tel Aviv, Urheber des Pen-Pal Projektes

Dieses Projekt ist nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein und es wird alleine niemals die Kraft haben, die Politik zu ändern. Aber es zeigt, was notwendig ist: Brücken zu bauen über Grenzen und Vorurteile hinweg. Es ist ein kleiner Beitrag für mehr Toleranz und Verständnis zwischen den Menschen.

Das “Pen-Pal Projekt” wurde im Rahmen einer Sonderausstellung des Jüdischen Museums Berlin vorgestellt. Hier können auch Kataloge zu dieser Ausstelung bestellt werden.

Erstellt am Sonntag 23. März 2008
Unter: Global, Kultur | 2 Kommentare »

Verschwunden - und wieder aufgetaucht!

Das kennt wohl jeder. Bei jedem Umzug geht immer irgendetwas verloren. Besonders ärgerlich ist es für mich, wenn eines meiner Bücher weg ist. Ich denke dann jedes Mal: das hat jetzt bestimmt jemand anders. ;-) Nun aber habe ich zur Abwechslung mal ein Buch wieder gefunden. Und das kam so:

award-tagebuch.JPGDie Handwerker waren da und ich wollte einiges aus dem Weg und in den Keller bringen. Beim Umräumen sehe ich zufällig einen alten Pappkarton und schaue nach, was drin ist. Unter allerlei Küchenkram entdecke ich es: mein blaues Tagebuch! Habe ich hier nicht meine damaligen Gedanken zu 9/11. aufgeschrieben? Wie lange ist das schon wieder her? Da haben doch noch die „Könige“ Schröder und Joschka regiert. Ich werde das Buch wieder mit nach oben nehmen. Ich schließe die Kellertür und zerreisse mir dabei an einem hervorstehenden Nagel meine Kleidung. Ich schlage das Buch auf, beginne zu lesen - und bin bewegt, was ich doch seitdem alles vergessen habe.

In diesem Tagebuch hatte ich damals aufgeschrieben, was mich in der Zeit nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center beschäftigt hatte. Die berechtigte Sorge von vielen Menschen in diesen Wochen war, dass es, wie schon einmal im Kalten Krieg, wieder zu einer Teilung der Welt kommen würde. Nur eben diesmal in eine westliche und die islamische Welt. „Ich befürchte, der 11.09. wird missbraucht werden für einen Angriff auf den Islam.“, schrieb ich.

Mich interessierte, was die Attentäter zu ihren Anschlägen gebracht hatte. Und was das für eine Religion ist, in deren Namen sie handeln. Durch Reisen in die Türkei und nach Istanbul (eine wunderschöne Stadt!), die Gespräche mit Imamen in einigen Moscheen und durch den Koran bekam ich langsam einen immer tieferen Einblick in den Islam. Über den in München lebenden Moslem Oguz A. lernte ich auch unterschiedliche religiös-kulturelle Dialoggruppen in verschiedenen Städten kennen.

Ich lese weiter in meinem Tagebuch: „Die Gefahr besteht, dass der Westen in einer sich nun abzeichnenden Auseinandersetzung mit religiösem Fanatismus, Intoleranz und Terrorismus jetzt seine eigene Toleranz schrittweise wieder aufgibt“.

Mich hat seit der Zeit die Frage nach den Ursachen transpersonal motivierter Gewalt immer wieder beschäftigt. Menschen, die frei von ihrer Kollektiv-Geschichte vielleicht die besten Freunde wären, werden im Namen einer „Idee“ und einer scheinbar guten Sache zu Feinden. Sie wissen dies natürlich selbst - und können sich doch von alleine nicht aus diesen Schicksals-Verstrickungen lösen. Bleiben immer weiter Ausführende eines Mems - ihres kollektiven Gedächtnisses.

Ich lese weiter: „ Es ist eine Geschichte darüber, wie wir auf der Suche nach unserer persönlichen Identität zu Überlieferungen und Bildern greifen müssen, die uns gegenseitig zu Feinden machen.“ „…greifen müssen“ – vielleicht ist das einer der Schlüssel? Ich bin froh, dass ich dieses Buch wieder gefunden habe …

Die Intoleranz und Unduldsamkeit gegenüber anderen Menschen und deren Ansichten ist eines der traurigsten Kapitel in der Geschichte der Menschheit. Sie entspringen aber wohl nicht nur der menschlichen Neigung zu Rechthaberei und Streit, sondern auch der Eigenart der Menschen, Idealen und Ideen blind zu folgen.

Beinahe täglich ist in den Zeitungen oder in den Fernsehnachrichten von Gewalt und Terror die Rede. Auf die mörderischen Selbstmordattentate, wie jetzt wieder am 6. März auf die Talmud-Schule „Mercas Harav“ in Jerusalem, folgt dann meist eine gnadenlose Vergeltung. Die Politiker und religiösen Führer sind scheinbar zu einem Dialog unfähig. Stattdessen bestimmen Hass und Fanatismus, Wut und Rache das Geschehen. Aber nicht nur im Nahen Osten, sondern genauso in Afrika (Kenia, …), Asien (Sri Lanka, …), Europa (Kosovo, …) …

Die Spurensuche nach einigen der Gründe und vielleicht auch den tieferen Ursachen für diesen weltweiten Hass wird die nun kommenden Schritte und Artikel der zweiten Phase in diesem Blog bestimmen. Damit es nicht zu monothematisch wird, schreibe ich - für die, die mir auf diesem Weg folgen wollen - auch weiter zu Themen wie Globalisierung, Religion oder Kultur. Also z.B. über folgende Fragen: „Haben die Religionen eine Mitschuld an der Gewalt auf der Welt?“, „Was ist eigentlich aus dem „Weltethos-Projekt“ von Hans Küng geworden?“. “Sind all dieser Hass und die Intoleranz Stationen auf dem Weg zum wahren Menschentum oder einfach nur Irrwege?”, wie sich dies sinngemäß auch der Schriftsteller Albrecht Goes fragt. „Welche Brüche und Verwerfungen gibt es innerhalb der menschlichen Gemeinschaft durch die Globalisierung?“, „Was bedroht die eigene kulturelle Identität?“, „Ist z.B. so eine Idee wie die „Gewaltfreie Kommunikation“ von Marshall Rosenberg ein Weg zu mehr Toleranz?“ …

P.S.: Was rät mir hierzu heute das chinesische “Buch der Wandlungen“? „Wir müssen uns das ansehen, was wir ernähren wollen und dann darüber nachdenken, welche Nahrung sich am besten eignet.“

Erstellt am Samstag 15. März 2008
Unter: Gesellschaft, Global, Think about it | 4 Kommentare »

Blogger Beppe Grillo sucht Mitstreiter

mao-grillo.jpg

“Don’t read the newspapers.

Don’t watch the TV.

Think with your own head.

Lift up your head.

For a new Renaissance.”

Das hat mich erstmal neugierig gemacht.

Hat schon jemand Infos, um was genau es bei dieser Aktion

“V-Day 25 April, for freedom of information”

auf Beppe Grillo`s Blog* geht?

(* Laut Technorati ist Beppe Grillo`s Blog unter den zehn weltweit am häufigsten besuchten.)

Erstellt am Dienstag 4. März 2008
Unter: Gesellschaft, Global | 8 Kommentare »

Klimaveränderung und Hexenverbrennung

jager-im-schnee.JPG
Pieter Bruegel der Ältere (1565) „Jäger im Schnee“

Für sein neues Buch “Kulturgeschichte des Klimas”, hat Prof. Wolfgang Behringer den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Geschichte erforscht. So u.a. auch die Verbindung zwischen den Hexenverbrennungen und einem Klimawechsel während des Mittelalters. Danach kam es aufallend häufig in den Jahren zu starken Hexenverfolgungen, in denen sich das Klima verändert und für Mißernten gesorgt hatte.

Irrationalerweise seien während des ganzen Mittelalters nach Ernteausfällen und Hungersnöten immer wieder Menschen für eine Änderung des Klimas verantwortlich gemacht worden. (Ein Interview des Journalisten Jürgen Albers`mit Prof. Wolfgang Behringer über dessen neues Buch habe ich als Podcast hier verlinkt). Genau wie heute wurde also auch schon damals der Mensch als Ursache des Klimawandels betrachtet.

Die Frage ist aber: Darf und kann man das überhaupt vergleichen? Die Reaktion der Menschen im Mittelalter und den heutigen Umgang mit einer erneuten Klimaveränderung? Immerhin stützen sich die aktuellen Aussagen nicht auf Aberglaube, sondern auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Auffällig ist auf der anderen Seite, dass z.B. nur die negativen Folgen eines Klimawandels betrachtet werden. Gibt es also doch eine gemeinsame irrationale Grundstruktur des Umgangs mit solchen Ereignissen? Reagieren wir vielleicht doch nicht ganz so rational, wie wir glauben? Oder sind solche von manchen geäußerten Zweifel nur der Versuch, eine klimagerechte Politik zu verhindern?

Erstellt am Samstag 1. März 2008
Unter: Gesellschaft, Global, Umwelt | 2 Kommentare »

Orkan “Emma” vernichtet Arbeitsplätze

sauweder-grauslichs.JPG Ohne Rücksicht auf Verluste fegt
Sturmtief “Emma” über´s Land.

Und in oam Aufwasch wern die zur
bayerischen Kommunalwahl aufg`stelltn
Wahlplakate glei a no mit weg g`weht .

Fort san`s - die Arbeitsplätz vo dera
Wahlhelfer, die wo sich eigentlich
auf solch`erne Aufräumarbeit nach
der Wahl am Sonntag g`freud ham.

Erstellt am Samstag 1. März 2008
Unter: Timeless | Keine Kommentare »