Blogger Beppe Grillo sucht Mitstreiter
“Don’t read the newspapers.
Don’t watch the TV.
Think with your own head.
Lift up your head.
For a new Renaissance.”
Das hat mich erstmal neugierig gemacht.
Hat schon jemand Infos, um was genau es bei dieser Aktion
“V-Day 25 April, for freedom of information”
auf Beppe Grillo`s Blog* geht?
(* Laut Technorati ist Beppe Grillo`s Blog unter den zehn weltweit am häufigsten besuchten.)











Mittwoch 5. März 2008 um 16:08
Höchst interessantes Profil in Wikipedia. Trifft auch meine Meinung gut: Drecksäcke raus aus der Politik. Allerdings nicht nur verurteilte, auch ertappte, wie Schäuble oder Jung.
Es ist kaum zu ertragen, daß diese Spitzbuben sich von ihren Seilschaften in immer weitere Positionen tragen lassen und das Volk völlig untätig zuschaut.
Offensichtlich geht es uns zu gut!
Donnerstag 6. März 2008 um 10:05
… ein wichtiger Schritt wäre doch auch eine Vernetzung der Blogs über Deutschland hinaus ?
Mittwoch 12. März 2008 um 10:56
Mir sind so Slogan-Schreier wie Beppe Grillo irgendwie suspekt. Ich vermute immer, ich soll wahrscheinlich aufhören Zeitung zu lesen, damit ich sein Blog lesen kann.
Eine Selbst-Befreiung unter Anleitung ist keine.
Sonntag 16. März 2008 um 02:00
Hallo,
was er immer wieder stark thematisiert ist der Umstand, dass die von ihm bezeichneten Medien per Definition manipuliert, daher zielgerichtet sind. Ein Fakt den ich selbst er- und ganz aktiv gelebt habe. Mitte der 80er übte ich massiven Einfluss auf bestimmte Medien aus. Teils im Auftrag, teils im Interesse familieneigener Unternehmungen.
Wenn Grillo feststellt: „Think with your own head.“
Meint er damit vor allem:
„Stell die Dinge die man dir als Information vermitteln will in Frage!“
@Jörg:
„Eine Selbst-Befreiung unter Anleitung ist keine.“
Wer lehrte dich diesen Satz?
Gruß
Montag 17. März 2008 um 12:34
@Michael:
was meinst du damit, dass die “Medien per Definition manipuliert” sind? Welche Medien insbesondere?
Ich denke allerdings auch, dass Grillo zurecht die Veränderung der Medienlandschaft in Italien seit Berlusconi thematisiert. Ob der Rückgang der Meinungsvielfalt allerdings in gleichem Maße wie für das ital. Fernsehen auch für die Presse zutrifft? Ich weiß hier zu wenig darüber, glaube aber, dass die Zeitungen auch in Italien immer noch ein relativ breites Meinungsspektrum abbilden.
Montag 17. März 2008 um 14:26
@Aki Arik:
Das ganz große Problem mit (fast) allen Inhalte produzierenden Medien ist deren Zwang zur Wirtschaftlichkeit. Unerheblich dessen ob nun gedruckt (Zeitung/Zeitschrift), rein akustisch (Radio) und/oder auch visuell (TV). Immer entstehen Kosten die gedeckt werden müssen. Problematisch ist halt, dass das Zielpublikum schon seit Anfang der 80er nachweisbar diese Kosten durch den einfachen Erwerb, bzw. Konsum (akustisch/visuell) dieser Medien, nicht mehr deckt. Ergo benötigen solcherlei Medien zusätzliche Einnahmequellen. Schwierig in diesem Kontext ist, dass hinter diesen Einnahmequellen klare Interessen stehen, die zwingend wahrgenommen werden. Man darf halt nicht vergessen das die Masse der Inhalte produzierenden Medien, spätestens unter dem berühmten Doppelstrich, kaufmännisch organisierte Unternehmen sind. Der Name der auf dem „Türschild“ angebracht ist, ist daher für das Publikum meist einfach nur irreführend. Ein Radiosender z.B. der 50% seiner Einnahmen durch Werbung generiert ist alles andere, aber eben nicht unabhängig. Selbiges gilt natürlich auch für die TV-Sendeanstalten und ganz besonders für die sog. Printmedien. Die Kommerzialisierung der letzt genannten ist hierzulande derart weit fortgeschritten, dass man vom Konsum selbiger eigentlich nur noch abraten kann.
Gruß
Montag 17. März 2008 um 16:46
@Michael Kostic: Bin ich selbst drauf gekommen.
Im Übrigen kann man auch Geld damit verdienen, eine Plattform der freien Meinungsäußerung zu sein. Wenn es danach eine Nachfrage gibt. Wenn es dann wiederum Interesse bei der werbetreibenden Wirtschaft gibt, bei den Leuten mit eigenem Denken präsent zu sein, muss man auf Inhalte keinen Einfluss nehmen. Die meisten Werber haben gar kein Interesse an einer Verquickung von Redaktion und Werbung, weil sie sich damit bei ihrer Zielgruppe unbeliebt machen. Werbung bei den klugen köpfen ist die beste - weil die auch geld haben - aber gerade die lassen sich ungern für dumm verkaufen.
Montag 17. März 2008 um 18:54
@Jörg:
„Die meisten Werber haben gar kein Interesse an einer Verquickung von Redaktion und Werbung, weil sie sich damit bei ihrer Zielgruppe unbeliebt machen.“
Schön das meine Standesgenossen noch immer so gute Arbeit leisten, dich solches Glauben (von nicht Wissen) zu machen
„Werbung bei den klugen köpfen ist die beste - weil die auch geld haben - …„
Eine die gegebene Realität ignorierende Fehlaussage, bestenfalls eine unhaltbare Spekulation
„…aber gerade die lassen sich ungern für dumm verkaufen.“
Dito. Wenn dem so wäre, gäbe es in Deutschland keine 3.000.000 Kinder die unter der Armutsgrenze leben müssen.
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Lass es mich einmal so formulieren:
Es ist keine Schande nicht hinter jeden Vorhang zu schauen, aber von dessen Farbe auf das dahinter Liegende zu schließen, ist mehr als kurzsichtig, es ist fahrlässig…
Gruß