Was würdest du mit dem ganzen Geld machen?
Das Hilfspaket für die Banken steht. Hunderte Milliarden Dollar und Euro. Woher nehmen die Regierungen eigentlich die ganzen Milliarden?
Die Finanzkrise ist eine Vertrauenskrise.
Die Banken vertrauen sich gegenseitig nicht mehr. Kann man mit Geld verlorenes Vertrauen zurückholen?
Die Supermanager vertrauen sich selbst nicht mehr. Das Selbstvertrauen ist mit den Aktien abgestürzt.
Die Finanzfreihandelsökonomen vertrauen ihren eigenen Theorien nicht mehr und wechseln vorsichtshalber rechtzeitig die Fronten: “Wie will man in einem solchen System eine vernünftige Bankenaufsicht etablieren?”
Die Politik vertraut ganz auf die Selbstheilungskraft des menschlichen Geistes - das Vergessen.
Photo © Der Pixler











Sonntag 5. Oktober 2008 um 03:47
Hallo,
das Kernproblem an den Ausführungen von Herrn Bhagwatti (wie so viele Andere) ist, dass er wirtschaftlichen Wachstum auf der Zeitachse eben nicht mit der biologisch absoluten Fähigkeit des geistigen sowie der relativen Möglichkeit des kulturell gesellschaftlichen Wachstums miteinander in Verbindung bringt. Derweil wird zusätzlich noch der Prozess der wirtschaftlichen Wertschöpfung nicht an das hierdurch zu versorgende Gesamtvolumen “Mensch” geknüpft, was es jedoch zwingend müsste. Kaum verwunderlich in meinen Augen. Impliziert ein Ökonom der dieses feststellt, die klar ersichtlichen Grenzen des Wachstums der Spezies “Mensch” auf dem gegebenen “Wertschöpfungsraum” insgesamt. Wer mag schon gesagt bekommen: “Größer als 230 cm solltest Du nicht wachsen. Zumindest nicht wenn Du keine gesundheitlichen, oder zumindest Haltungsschäden bekommen willst”.
Warum ich Ökonomie liebe? Weil 2+2 in allen Sprachen der Welt immer 4 ergeben.
Gruß
Sonntag 5. Oktober 2008 um 21:18
Du fragst woher das Geld kommt. So wie es aussieht wird es zum Teil einfach gedruckt bzw. ausgegeben, so wie man es mit den Kosten für den Irak Krieg auch gehalten hat. Dadurch verliert der Dollar natürlich an Wert, worunter letztlich auch die amerikanische Bevölkerung zu leiden hat. Dafür ist es unauffälliger als Steuererhöhungen.
Freitag 10. Oktober 2008 um 18:50
[…] Wilson’s Island: Was würdest Du mit dem ganzen Geld machen? […]
Sonntag 12. Oktober 2008 um 13:43
@ Michael Kostic
Ökonomie = Mathematik? Wo bliebe da die Psychologie, die Ängste und Erwartungen? Das Verhalten von Menschen ist doch ziemlich schwer vorhersagbar. Kein Politiker, kein Wirtschaftswissenschaftler weiß doch wirklich, ob und was die jetzt eingeleiteten Finanzmaßnahmen bewirken. Ich finde, wir sind da viel zu autoritätsgläubig.
Sonntag 12. Oktober 2008 um 15:47
@Aki T. Arik:
Da täuschen sich eben sehr viele Menschen (auch sog. Ökonomen wie Herr Bhagwatti). Psychologie ist de facto pragmatisch betrachtet, gänzlich irrelevant. Das einzige was zählt ist ist das was unter dem kaufmännischen Doppelstrich dabei heraus kommt. Genau das ist es, was wir gerade so derart unverblümt vor Augen geführt bekommen.
Fragen:
- Wann haben wir zuletzt ein typisch amerikanisches Exportgut konsumiert (von IT mal abgesehen)?
- Was braucht der durchschnittliche Europäer aus den USA?
- Was konsumiert der Rest der Welt an überlebenswichtigen Gütern aus den USA?
- Was ist, neben Krieg und Zerstörung, dass Hauptexportgut der USA?
- Was ist dieses Hauptexportgut dem Rest der Welt wirklich wert?
- Kann man von dieser Werthaltigkeit über 300.000.000 Menschen ernähren?
- Kann man von dieser Werthaltigkeit für über 300.000.000 Menschen einen Sinn für ihre reine Existenz kaufen?
Usw. Usf.
Wir sollten uns von der sog. “Psychologie der Märkte” gänzlich ab, und dem Sinn der Märkte deutlich prägend zuwenden.
Und im Resultat bleibt dann lediglich die Mathematik die uns aufzeigen kann von wie viel geschaffenen Mehrwert wir wie viel Mäuler stopfen können.
Wer Ökonomie durch Psychologie nahezu absolut entartet der unterstellt, dass wir Waffen, Öl oder Rechenanlagen essen können. Konsum ist eben nicht gleich Konsum! Willkommen in der Realität werte Ökonomen der Welt
Sonntag 12. Oktober 2008 um 20:56
Es wird “leider” nicht einfach nur gedruckt. Sondern die Regierung leiht sich das Geld von der FED. Und das zu nem netten Zinssatz. Die Fed ist in privater Hand, die haben nur die Druckkosten. Und die Staatsverschuldung steigt weiter ins unermessliche… Und damit die Verschuldung jedes einzelnen Bürgers, der in Form von Steuern abbezahlen darf.
Sonntag 12. Oktober 2008 um 22:55
Bauarbeiter haben Geld verdient und wollten Häuser bauen
Banken haben Kredite gegeben
Leute haben davon Häuser gebaut
Bauunternehmer haben Bauarbeiter bezahlt
Bauarbeiter haben Steuern bezahlt
Daher kommt das Geld