<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.3.3" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Ein Quantum Zynismus</title>
	<link>http://www.wilsons-island.net/2008/11/30/ein-quantum-zynismus/</link>
	<description>Magazin für globale Lebensaspekte</description>
	<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 12:53:02 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.3.3</generator>
		<item>
		<title>Von: Aki T. Arik</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/11/30/ein-quantum-zynismus/#comment-596</link>
		<dc:creator>Aki T. Arik</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 16:40:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/11/30/ein-quantum-zynismus/#comment-596</guid>
		<description>Man kann tatsächlich den Eindruck haben, dass so manchem in Politik und Wirtschaft ein gewisses Quantum Angst der Menschen gar nicht so ungelegen kommt. Wenn Menschen Angst vor Arbeitslosigkeit haben, sind sie eher mal bereit auch krank zur Arbeit zu kommen. Verzichten auf eine Lohnerhöhung. Sind angepasster und gefügiger. 

Trotzdem glaube ich, dass diese Rechnung nicht aufgeht und dass dieses Denken auch mit zur aktuellen Wirtschaftkrise beigetragen hat. Überall lesen und hören wir, diese Finanzkrise sei eine Vertrauenskrise. Angst und Vertrauen schließen sich aber nunmal gegenseitig aus. Das zeigt doch, dass die Einschüchterungs-Strategie auf Dauer nicht mehr funktionieren kann. 

Nur wenn die Menschen Vertrauen haben - in die Zukunft, in das Handeln der Politiker, in eine soziale Gerechtigkeit - nur wenn es ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit gibt, sind die Menschen auch bereit etwas zu wagen. Wer nicht weiß, wieviel er morgen verdient oder ob er überhaupt noch eine Stelle haben wird, dem fällt es auch schwerer, sich zu den Lebensentscheidungen durchzuringen. Der baut kein Haus, der gründet keine Familie. Deshalb finde ich das, was in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Jahren passiert, ist sogar kontraproduktiv für unser Wirtschaftsystem selbst. 

Es ist zwar richtig, dass ein gewisses Maß an Sorge und Angst auch anspornen können. Dass ein Zustand, in dem alle Unannehmlichkeiten und Schicksalsschläge vom Staat aufgefangen werden, zu illusionärer Bequemlichkeit und Passivität führt. "Wozu lernen, gibt doch Hartz". Oft ist Armut auch Bildungsarmut. Aber zuviel Angst lähmt eben auch und führt dazu, dass die Menschen sich ducken statt zu handeln. In einem Zustand dauernder Verunsicherung kann sich auch Kreativität nicht entfalten. Das kann`s ja wohl nicht sein.

Ein gewisses Grundvertrauen und Sicherheit ist doch gerade in unserer immer komplexeren Welt wichtig, um den Menschen die Angst vor dem Absturz zu nehmen. Erst dann können sich die Potentiale, die in Vielen unentdeckt schlummern und die die Gesellschaft dringend braucht, entfalten. Ob allerdings eine Grundsicherung z.B. in der Form eines sog. &lt;a href="http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/bedingungsloses-grundeinkommen-unkonventionell-betrachtet/"target='_blank' rel="nofollow"&gt;bedingungslosen Einkommens&lt;/a&gt; das zu leisten vermag, glaube ich eher nicht. Meiner Meinung nach brauchen wir ganz neue, kreative Ideen, die unsere persönliche Unabhängigkeit stärken und uns wieder Freiräume ermöglichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann tatsächlich den Eindruck haben, dass so manchem in Politik und Wirtschaft ein gewisses Quantum Angst der Menschen gar nicht so ungelegen kommt. Wenn Menschen Angst vor Arbeitslosigkeit haben, sind sie eher mal bereit auch krank zur Arbeit zu kommen. Verzichten auf eine Lohnerhöhung. Sind angepasster und gefügiger. </p>
<p>Trotzdem glaube ich, dass diese Rechnung nicht aufgeht und dass dieses Denken auch mit zur aktuellen Wirtschaftkrise beigetragen hat. Überall lesen und hören wir, diese Finanzkrise sei eine Vertrauenskrise. Angst und Vertrauen schließen sich aber nunmal gegenseitig aus. Das zeigt doch, dass die Einschüchterungs-Strategie auf Dauer nicht mehr funktionieren kann. </p>
<p>Nur wenn die Menschen Vertrauen haben - in die Zukunft, in das Handeln der Politiker, in eine soziale Gerechtigkeit - nur wenn es ein grundlegendes Gefühl von Sicherheit gibt, sind die Menschen auch bereit etwas zu wagen. Wer nicht weiß, wieviel er morgen verdient oder ob er überhaupt noch eine Stelle haben wird, dem fällt es auch schwerer, sich zu den Lebensentscheidungen durchzuringen. Der baut kein Haus, der gründet keine Familie. Deshalb finde ich das, was in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Jahren passiert, ist sogar kontraproduktiv für unser Wirtschaftsystem selbst. </p>
<p>Es ist zwar richtig, dass ein gewisses Maß an Sorge und Angst auch anspornen können. Dass ein Zustand, in dem alle Unannehmlichkeiten und Schicksalsschläge vom Staat aufgefangen werden, zu illusionärer Bequemlichkeit und Passivität führt. &#8220;Wozu lernen, gibt doch Hartz&#8221;. Oft ist Armut auch Bildungsarmut. Aber zuviel Angst lähmt eben auch und führt dazu, dass die Menschen sich ducken statt zu handeln. In einem Zustand dauernder Verunsicherung kann sich auch Kreativität nicht entfalten. Das kann`s ja wohl nicht sein.</p>
<p>Ein gewisses Grundvertrauen und Sicherheit ist doch gerade in unserer immer komplexeren Welt wichtig, um den Menschen die Angst vor dem Absturz zu nehmen. Erst dann können sich die Potentiale, die in Vielen unentdeckt schlummern und die die Gesellschaft dringend braucht, entfalten. Ob allerdings eine Grundsicherung z.B. in der Form eines sog. <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/sideblog/bedingungsloses-grundeinkommen-unkonventionell-betrachtet/"target='_blank' rel="nofollow">bedingungslosen Einkommens</a> das zu leisten vermag, glaube ich eher nicht. Meiner Meinung nach brauchen wir ganz neue, kreative Ideen, die unsere persönliche Unabhängigkeit stärken und uns wieder Freiräume ermöglichen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lara</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/11/30/ein-quantum-zynismus/#comment-588</link>
		<dc:creator>Lara</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 10:10:36 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/11/30/ein-quantum-zynismus/#comment-588</guid>
		<description>Ich denke, jeder hat Angst vor der ganz großen Krise, sprich dem Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems.
Wenn man das gesamte System (das wirtschaftliche wie das  politische) nicht durchschauen kann, macht das die Menschen natürlich in Krisensituationen ängstlich und gefügig! 
Die "Masche" der PolitikerInnen und WirtschftsbossInnen wird schon irgendwie von den Menschen erkannt sprich erfühlt, aber sie ist schwer zu greifen und beim Namen zu nennen.

Diesen Mächten jedoch gegenüber zu sitzen wie die Maus vor der Schlange, das kann doch nicht die Lösung sein!

Ich komme - wie immer auf diesem Blog und wie es wohl so meine Art ist - wieder auf meine ganz kleine eigene Menschenwürde zurück: Sich im Leben so verhalten, dass man sich selbst in den Spiegel schauen kann - und dazu auch stehen, so dass die Umwelt ein anderes positives Verhalten sehen kann und dann vielleicht einmal sogar die Welt nach und nach zu einer anderen Kultur als der der reinen Machtausübung findet. Wäre das nicht herrlich?
Ich geb's zu: Fällt mir selbst oft schwer genug, mal nicht "nachzutreten",  wenn ich verletzt wurde. Ist aber für alle besser!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, jeder hat Angst vor der ganz großen Krise, sprich dem Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystems.<br />
Wenn man das gesamte System (das wirtschaftliche wie das  politische) nicht durchschauen kann, macht das die Menschen natürlich in Krisensituationen ängstlich und gefügig!<br />
Die &#8220;Masche&#8221; der PolitikerInnen und WirtschftsbossInnen wird schon irgendwie von den Menschen erkannt sprich erfühlt, aber sie ist schwer zu greifen und beim Namen zu nennen.</p>
<p>Diesen Mächten jedoch gegenüber zu sitzen wie die Maus vor der Schlange, das kann doch nicht die Lösung sein!</p>
<p>Ich komme - wie immer auf diesem Blog und wie es wohl so meine Art ist - wieder auf meine ganz kleine eigene Menschenwürde zurück: Sich im Leben so verhalten, dass man sich selbst in den Spiegel schauen kann - und dazu auch stehen, so dass die Umwelt ein anderes positives Verhalten sehen kann und dann vielleicht einmal sogar die Welt nach und nach zu einer anderen Kultur als der der reinen Machtausübung findet. Wäre das nicht herrlich?<br />
Ich geb&#8217;s zu: Fällt mir selbst oft schwer genug, mal nicht &#8220;nachzutreten&#8221;,  wenn ich verletzt wurde. Ist aber für alle besser!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
