<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.3.3" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Der Traum von einem besseren Leben</title>
	<link>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/</link>
	<description>Magazin für globale Lebensaspekte</description>
	<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 23:48:43 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.3.3</generator>
		<item>
		<title>Von: Muschelschubserin</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-723</link>
		<dc:creator>Muschelschubserin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Feb 2009 12:18:39 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-723</guid>
		<description>Der Unterschied, der in diesen beiden Fällen besteht, ist, dass es für mich quasi ein Wunsch ist, der aus Luxus entstanden ist. Ich habe die Wahl, weil ich die Mittel habe, wenn man so will (und ich meine gar nicht unbedingt finanzielle Mittel). 

Wer nach Deutschland auswandert (besonders im geschilderten Fall), tut dies aber oft, weil er das als einzige Wahl ansieht, weil er aus einer untragbaren Situation flüchten will oder muss.

Daraus kann man ableiten, dass ein Flüchtling noch viel mehr Grund hat, auszuwandern und vernünftig aufgenommen zu werden, als ich. Weil es um so Dinge wie Menschenrechte geht. Bei mir geht es um Selbstverwirklichung und das Gefühl, irgendwo zu Hause sein zu wollen, das ich hier noch nie hatte. Es geht weniger um ein besseres Leben, denn ich glaube gar nicht, dass es Down Under unbedingt objektiv besser ist. Es passt nur vielleicht besser zu mir. 

Für Staaten dagegen zählen dann auch so Sachen wie der Nutzen, den er von Einwanderern hat. Welche Fähigkeiten bringen sie mit? Wie können sie den Staat bereichern? Welche Vorteile bringt der Einwanderer dem Staat? Und dann rücken die menschlichen Themen wohl etwas in den Hintergrund. Der Staat will was davon haben und nicht nur investieren. Dazu bräuchte es dann wiederum sinnvolle und funktionierende Integration, denn diese ist denke ich ein wichtiger Grundstein dafür, dass Menschen sich nützlich machen können. 

Mit "vor Ort präventiv arbeiten" meinte ich im Prinzip Entwicklungshilfe und solche Dinge. Diese Flüchtlinge verlassen ihr Land ja nicht freiwillig, sie würden ihr Land lieben und da bleiben wollen, wenn die Lebensumstände nicht untragbar wären. Das meinte ich weniger im Sinne von "sie davon abhalten, dass sie zu uns wollen" als im Sinne von "ihnen das Leben im eigenen Land ermöglichen".

Dass das alles sehr schwammig und wenig konret ist, ist mir klar. Reden kann man viel, das ganz konkret umzusetzen ist dagegen eine ganz andere Sache. Deshalb gibt es diese Themen und Probleme ja...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Unterschied, der in diesen beiden Fällen besteht, ist, dass es für mich quasi ein Wunsch ist, der aus Luxus entstanden ist. Ich habe die Wahl, weil ich die Mittel habe, wenn man so will (und ich meine gar nicht unbedingt finanzielle Mittel). </p>
<p>Wer nach Deutschland auswandert (besonders im geschilderten Fall), tut dies aber oft, weil er das als einzige Wahl ansieht, weil er aus einer untragbaren Situation flüchten will oder muss.</p>
<p>Daraus kann man ableiten, dass ein Flüchtling noch viel mehr Grund hat, auszuwandern und vernünftig aufgenommen zu werden, als ich. Weil es um so Dinge wie Menschenrechte geht. Bei mir geht es um Selbstverwirklichung und das Gefühl, irgendwo zu Hause sein zu wollen, das ich hier noch nie hatte. Es geht weniger um ein besseres Leben, denn ich glaube gar nicht, dass es Down Under unbedingt objektiv besser ist. Es passt nur vielleicht besser zu mir. </p>
<p>Für Staaten dagegen zählen dann auch so Sachen wie der Nutzen, den er von Einwanderern hat. Welche Fähigkeiten bringen sie mit? Wie können sie den Staat bereichern? Welche Vorteile bringt der Einwanderer dem Staat? Und dann rücken die menschlichen Themen wohl etwas in den Hintergrund. Der Staat will was davon haben und nicht nur investieren. Dazu bräuchte es dann wiederum sinnvolle und funktionierende Integration, denn diese ist denke ich ein wichtiger Grundstein dafür, dass Menschen sich nützlich machen können. </p>
<p>Mit &#8220;vor Ort präventiv arbeiten&#8221; meinte ich im Prinzip Entwicklungshilfe und solche Dinge. Diese Flüchtlinge verlassen ihr Land ja nicht freiwillig, sie würden ihr Land lieben und da bleiben wollen, wenn die Lebensumstände nicht untragbar wären. Das meinte ich weniger im Sinne von &#8220;sie davon abhalten, dass sie zu uns wollen&#8221; als im Sinne von &#8220;ihnen das Leben im eigenen Land ermöglichen&#8221;.</p>
<p>Dass das alles sehr schwammig und wenig konret ist, ist mir klar. Reden kann man viel, das ganz konkret umzusetzen ist dagegen eine ganz andere Sache. Deshalb gibt es diese Themen und Probleme ja&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Aki T. Arik</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-718</link>
		<dc:creator>Aki T. Arik</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 22:07:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-718</guid>
		<description>@ Muschelschubserin:
Danke für deinen mitfühlenden Kommentar. 

Was genau meinst du mit: "Wäre es nicht eigentlich besser, vor Ort präventiv zu “arbeiten”? Meinst du damit, vorbeugend in den Herkunftsländern, damit eine Auswanderung nicht mehr notwendig ist? 

Grundsätzlich ist der Gedanke bestimmt nicht verkehrt, aber spontan fällt mir dazu auch ein, ob denn z.B. Australien tatsächlich präventiv irgendetwas unternehmen könnte, um dich von einer Auswanderung dorthin abzuhalten? ;-)

Eigentlich besteht doch kein Unterschied zwischen dem Wunsch nach Deutschland auswandern zu wollen und dem Wunsch nach Australien auswandern zu wollen? Und wäre es wirklich die Aufgabe eines Staates irgendjemandem von seinem Ziel abzubringen? Oder hat nicht einfach jeder Mensch das Recht dort zu leben, wo er es will?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Muschelschubserin:<br />
Danke für deinen mitfühlenden Kommentar. </p>
<p>Was genau meinst du mit: &#8220;Wäre es nicht eigentlich besser, vor Ort präventiv zu “arbeiten”? Meinst du damit, vorbeugend in den Herkunftsländern, damit eine Auswanderung nicht mehr notwendig ist? </p>
<p>Grundsätzlich ist der Gedanke bestimmt nicht verkehrt, aber spontan fällt mir dazu auch ein, ob denn z.B. Australien tatsächlich präventiv irgendetwas unternehmen könnte, um dich von einer Auswanderung dorthin abzuhalten? <img src='http://www.wilsons-island.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eigentlich besteht doch kein Unterschied zwischen dem Wunsch nach Deutschland auswandern zu wollen und dem Wunsch nach Australien auswandern zu wollen? Und wäre es wirklich die Aufgabe eines Staates irgendjemandem von seinem Ziel abzubringen? Oder hat nicht einfach jeder Mensch das Recht dort zu leben, wo er es will?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Muschelschubserin</title>
		<link>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-694</link>
		<dc:creator>Muschelschubserin</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 11:26:25 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.wilsons-island.net/2008/12/30/der-traum-von-einem-besseren-leben/#comment-694</guid>
		<description>Das ist wirklich ein sehr bewegendes Schicksal. Wenn ich das richtig gelesen habe, hat sich Hamidur Rahman im vergangenen Jahr das Leben genommen, mit genau deinen Fragen im Kopf. Das geht mir wirklich nahe.
Das ist jetzt schon der zweite Kommentar, den ich hierzu schreibe. Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Gibt es dazu überhaupt eine Antwort? Oder ist es eines der Dinge, wo es darum geht, erst einmal die Fragen zu leben, um dann eines Tages zu den Antworten zu kommen? Werden diese Fragen überhaupt oft genug oder laut genug gefragt? Interessiert es uns überhaupt genug, WARUM Menschen hier leben (wollen)? Wäre es nicht eigentlich besser, vor Ort präventiv zu "arbeiten"? Ich finde es sehr schwer, Antworten zu geben.

(Nur am Rande möchte ich anmerken, dass ich persönlich nicht hier weg will, weil ich das Leben hier schlecht finde. Ich mag Deutschland und Europa. Ich hab nur schon mein Leben lang das Gefühl, hier nicht wirklich hinzugehören. Das hat aber mit der Lebensqualität wenig zu tun.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist wirklich ein sehr bewegendes Schicksal. Wenn ich das richtig gelesen habe, hat sich Hamidur Rahman im vergangenen Jahr das Leben genommen, mit genau deinen Fragen im Kopf. Das geht mir wirklich nahe.<br />
Das ist jetzt schon der zweite Kommentar, den ich hierzu schreibe. Ich weiß nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Gibt es dazu überhaupt eine Antwort? Oder ist es eines der Dinge, wo es darum geht, erst einmal die Fragen zu leben, um dann eines Tages zu den Antworten zu kommen? Werden diese Fragen überhaupt oft genug oder laut genug gefragt? Interessiert es uns überhaupt genug, WARUM Menschen hier leben (wollen)? Wäre es nicht eigentlich besser, vor Ort präventiv zu &#8220;arbeiten&#8221;? Ich finde es sehr schwer, Antworten zu geben.</p>
<p>(Nur am Rande möchte ich anmerken, dass ich persönlich nicht hier weg will, weil ich das Leben hier schlecht finde. Ich mag Deutschland und Europa. Ich hab nur schon mein Leben lang das Gefühl, hier nicht wirklich hinzugehören. Das hat aber mit der Lebensqualität wenig zu tun.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
