Obama macht den Menschen in Nahost Hoffnung

Seit gestern ist die Waffenruhe in Gaza beendet. Nachdem ein israelischer Soldat am 27. Januar bei einer Patrouillenfahrt getötet worden war, hat Israel am Mittwochmorgen den Süden des Palästinensergebiets wieder angegriffen.

barack-obama.jpgEin Hoffnungsschimmer in dieser verfahrenen Situation könnte sein, dass sich die neue US-Regierung unter Präsident Barack Obama wieder stärker in die Friedensbemühungen im Nahen Osten einbringen will. Als eine der ersten Amtshandlungen berief Obama den früheren Nordirland-Vermittler George Mitchell zum neuen Nahost-Beauftragten. Bei der Vorstellung der zentralen Punkte seiner Außenpolitik betonte der US-Präsident, Ziel sei eine umfassende Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern.

Vielleicht kann ja Obama den Menschen in Nahost tatsächlich wieder Hoffnung geben. Indem er sowohl für die Sicherheit Israels eintritt, als auch anerkannt hat, dass, so Obama, ”eine Zukunft ohne Hoffnung” für die Palästinenser inakzeptabel sei.

Unabhängig von den Bemühungen Obamas bleibt die Frage, ob die aktuelle Politik von Ministerpräsident Ehud Olmert der richtige Weg ist, die Sicherheit der Bürger Israels zu erhöhen. So appelliert Staatspräsident Shimon Peres bereits an die künftige Regierung, den Friedensprozess mit den Palästinensern fortzusetzen.koenigin-rania-von-jordanien.jpg

Wie müsste eine “Zukunft mit Hoffnung” aussehen, von der Obama gesprochen hat? Königin Rania von Jordanien meint dazu: “Das effizienteste Mittel um Extremismus zu bekämpfen, ist, den Menschen die Chance zu geben, am Wohlstand teilzuhaben. Wenn wir alle dazu beitragen, dass sich die Menschen nicht ausgeschlossen fühlen, ist das die effizienteste Sicherheitspolitik.

Dies klingt für mich sehr überzeugend. Aber auf Dauer braucht wohl ein echter Friede auch den aufrechten Willen zur Versöhnung. Ebenso wie Versöhnung Gerechtigkeit braucht - für beide Seiten.

2 Kommentare zu “Obama macht den Menschen in Nahost Hoffnung”

  1. Fragezeichner sagt:

    Na endlich hört man mal wieder was von dir!
    Überall ruhen die Hoffnungen auf Obama, auch in Palästina, gerade weil er den Eindruck erweckt, differenziert zu denken und verschiedene Lebensmodelle akzeptieren zu können.
    Hoffen wir, dass aus den vielen Hoffenden keine Enttäuschten werden.

  2. Michael Kostic sagt:

    :-)

    Auch an dieser Stelle. Schaut euch das Wahlergebnis bitte etwas genauer an. Er hat nur recht knapp gewonnen. Ergo werden auch seine Entscheidungen nur recht knapp different ausfallen können. Das waren und sind die USA. Ich war lange genug da um das zu lernen. Die heben dich da genauso schnell auf den Trohn, wie sie dich in den Keller treten. Es ist sehr schwer so zu denken wie dieses Volk. Ich würde sagen: “In Summe ein reichlich naiver Haufen, der es nicht wirklich böse mein, aber sich gerne zu Bockmist anstiften lässt…”

    Aktueller Stand: Obama hat den Wehrhaushalt für 2010 um 40 Mrd. aufgestockt. Soweit ich das mitbekommen habe ohne Irak und Afghanistan.

    Soviel mal dazu…

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