Wie werden wir in Zukunft Auto fahren?

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Die Wirtschaft soll wieder in Fahrt kommen. Die Abwrackprämie entwickelt sich zum Renner. Von diesen Sonderprämien profitieren allerdings überwiegend Fahrzeuge mit konventioneller Antriebstechnik. Kommt der Klimaschutz unter die Räder?


Wie könnte überhaupt ein klimafreundlicher Antrieb aussehen? Eine der Möglichkeiten ist es, den Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Aber - wäre das Klima damit gerettet? Das Hauptproblem bleibt: Irgendwoher muss ja der Strom für den Antrieb dieser Fahrzeuge kommen. hybridauto-toyota-prius.jpg

Kernkraft scheidet für die meisten aus. Kohle setzt von allen Energieträgern am meisten Treibhausgase frei. Also soll der Strom für Hybridfahrzeuge oder Elektroautos aus regenerativen Energien gewonnen werden. Im großen Stil praktikabel wird dies aber nur dann sein, wenn grüner Strom, der jetzt noch hoch subventioniert wird, deutlich billiger wird. Wahrscheinlicher ist, dass Strom aus Wind und Biomasse auch in naher Zukunft begrenzt bleibt. Im ungünstigsten Fall stammt der Strom für die Elektroautos der Zukunft aus alten fossilen Kraftwerken.

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Für die Elektroautos spricht ihr höherer Wirkungsgrad gegenüber dem Verbrennungsmotor. Elektromotoren sind energieeffizienter als Verbrennungsmotoren. Außerdem lässt sich beim Bremsen der dabei erzeugte Strom in die Batterie zurückleiten. Bezogen auf die bestehende Pkw-Flotte liegt der Wirkungsgrad für Benzinmotoren aktuell bei 18 Prozent, für Dieselmotoren bei 20 Prozent. Elektroautos sind da mit einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent deutlich effektiver.

Die Zukunft unserer lieb gewonnenen Mobilität hängt also davon ab, durch welche Energiequellen der dafür notwendige Energiebedarf bereitgestellt wird. Wird es Solarstrom aus der Sahara sein? Fusionskraftwerke? Vielleicht wird es ja auch eine ganz neue Idee sein, von der wir heute noch gar nichts gehört haben.

6 Kommentare zu “Wie werden wir in Zukunft Auto fahren?”

  1. Jörg Friedrich | Was ich diese Woche las sagt:

    […] Island passiert endlich wieder etwas mehr, da gibt es zum Beispiel interessante Überlegungen zur Zukunft des Autofahrens. Hoffentlich schreibt Aki Arik nach längerer Zurückhaltung nun wieder mehr. Für Links auf […]

  2. Vogel sagt:

    Hi Aki,

    Wie könnte überhaupt ein klimafreundlicher Antrieb aussehen?

    Zwei gesunde Füße mit Schuhen dran - möglicherweise garniert mit ‘n bisschen Fahrrad und ÖPV! Die Natur wurde niemals auf die Idee kommen, einen durchschnittlich einssiebzig hochgestapelten Zellhaufen mit Hilfe von ca. 1.400 kg Metall, Glas und Kunststoff + (Verbrennungs-)Motor von A nach B zu bringen! Sowas bringen nur Menschen fertig! Was mindestens bleibt, wenn Du Dir qua global geltendem Recht zur individuellen Fortbewegung vorstellst - also eine globale Motorisierung die zu angenommenen eine Milliarde Fahrzeugen (!) führt - sind vier Milliarden Reifen …!!

    Das Hauptproblem bleibt: […]

    Das Hauptproblem iss dat individuelle …! Wenn Du hier weiter denkst, kommst Du an vielen Abgründen vorbei. Merke: Technologische Lösungen sind keine solchen - sie erhöhen (verlagern) nur das Problemneiveau!
    Hierzu eine Fußnote: 1. Als Speichermedium für E-Fahrzeuge werden auf absehbare Zeit Li-Ionen-Akkus vorgestellt. Mach Dich ‘mal schlau zum Thema Lithium-Gewinnung, es reicht, wenn Du da an der Oberfläche krazt und dann Deine Gedanken einfach nur weiter laufen lässt. 1.2. Große Resourcen an Li gibt’s in südamerikanischen Salzseen, Gegenden also, die einerseits recht unwirtlich und andererseits sehr fragil sind - und die graben wir jetzt auch noch um? Genau das iss, u. A., geplant! Pläne zur Schatzsuche auf dem Mond werden auch diskutiert … dann sollen “Die” ‘mal gerne zum Mond gehen, dann sind wir hier die A…öcher los!! 1.3. die Energiedichte eines adäquaten E-Speichermediums ist extrem hoch und kann sich bei einem Unfall schlagartig entladen (siehe Unfall eines Mechanikers beim 2009-er BMW F 1 - seitdem gehen die Jungs nur noch “vollisoliert” an die Autos ran). Im Vergleich dazu fackelt ein geborstener Bezintank geradezu gemütlich ab (was man hier so sieht im Film *Buuuuuum* gibt’s in der Realität nicht, das gibt’s nur im Film).

    Trotzdem: Danke für den Artikel, hoffe mit meinem Kommentar ‘n bisschen zum weiteren Nachdenken angeregt zu haben.

    Allerbeste Grüße
    Vogel

  3. Vogel sagt:

    ?? Welche Zitierfunktion siehst Du vor??

    Bitte Info, Danke.

    Grüße
    Vogel

  4. Vogel sagt:

    ?? Tschuldigung, bin’s noch’mal. Welche Korrekturfunktion ist vorgesehen?? Beim zweiten lesen hätt’ ich gern das Eine oder Andere ‘n bisschen “schöner” formuliert.

    Grüße zum Dritten
    Vogel

  5. Niklas sagt:

    Muss Vogel recht geben. Individualverkehr ist meines Erachtens eine der großen Lügen unserer Zeit. Es geht nicht darum die Autos für die Zukunft zu wappnen sondern schrittweise zu einer besseren Lösung für Personentransport zu kommen. Man schaue nur mal auf deutsche Autobahnen oder in Städte. Wenn jeder von dem Irrglauben abrücken würde, er sei sein eigen Mobilitätsglückes Schmied, und erkennen würde das alle Verkehrsteilnehmer ein Ziel teilen (Mobilität) würde es mehr raum geben für Innovation. Ein Zentral gesteuertes System (Deutsche Bahn weitergedacht, funktionierend und erschwinglich) würde vollkommen reichen, um fast alle Mobilitätssorgen zu lösen…
    Hab da mal ein Video produziert, das sich mit der Fragestellung befasst… Allerdings nur angerissen.

    http://niklasfroese.de/2008/06/animationsfilm-one-motor-for-all/

    Viele Grüße,

    Niklas

  6. Gerne Autofahrer sagt:

    Mag sein, dass das Autofahren an sich unvernünftig ist - zumindestin der jetzigen technologischen Form.

    Nur - und dass vergessen immer die ganzen Argumentierer mit Thesen wie Individualverkehr abschaffen:

    Ein großer Teil der Deutschen WILL individuell mobil sein, sie sind dafür bereit viel Geld zu bezahlen. Das eigene Auto ist meines Erachtens ein Stück Heimat in der Ferne. Mag sich der Job ändern, die Wohnung - das liebe Auto bleibt. Man genießt einen Logenplatz auf die Umwelt. Aber man ist ihr nicht ausgesetzt wie das bei öffentlichen Verkehrsmitteln ist.

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