Durch Shoppen die Welt verändern?

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Bewußter und strategischer Konsum statt Konsumboykott: „Carrotmob“. Eine neue Idee aus den USA, wie man durch das eigene Konsumverhalten konkret etwas verändern kann. “Wir versuchen Unternehmen durch organisiertes Einkaufen zu fairem, nachhaltigen Verhalten zu bewegen”, meint Philipp Gloeckler von den Eco Fashion Junkies, der jetzt den ersten deutschen Carrotmob in Berlin veranstaltet.

Wie bei einem Flashmob verabreden sich die „Carrotmobber“ via Internet am 13. Juni 2009 in einem Kreuzberger Laden – dem „Spätverkauf“. Dort sollen dann zwischen 16 und 19 Uhr so viele Menschen wie möglich einkaufen. Ausgewählt wurde der Laden, weil er sich bereit erklärt hat, 35% des an diesem Tag erzielten Umsatz dazu zu verwenden, seinen Laden energieeffizienter umzubauen und so seine CO2-Bilanz verbessern.
Der Carrotmob ist ein auch Event, aber anders als die mittlerweile vielen Flashmobs, eines das eine klare Botschaft hat. Ob man wirklich mit strategischem Konsum dauerhaft etwas bewegen und auch die großen Handelsorganisationen zu mehr sozialer und ökologischer Verantwortung bringen kann, wird die weitere Entwicklung zeigen. Grundsätzlich bin ich aber eher optimistisch.

via: KarmaKonsum

6 Kommentare zu “Durch Shoppen die Welt verändern?”

  1. Fragezeichner sagt:

    Zunächst mal freue ich mich, dass du mal wieder etwas schreibst und hoffe, dass du wieder zu einer höheren Frequenz findest!
    Die Idee des Carrotmob gefällt mir gut. Sie könnte wirksamer sein als die sich mit der Zeit abnutzenden Boykotte gegen die “schlechten”, weil Menschen bewusst auf Alternativen hingewiesen werden. Funktioniert natürlich nur dort, wo es auch wirklich eine Wahl gibt…

  2. Aki T. Arik sagt:

    Hallo Fragezeichner,
    auch ich finde die Idee gut, bewusster einzukaufen.
    Was mir allerdings bei diesem Carrotmob nicht so gefällt, ist, dass als Auswahlkriterien anscheinend nur Ökogesichtspunkte (”CO2-Bilanz verbessern…”)herangezogen wurden. Was mir fehlt sind die sozialen Gesichtspunkte, die Arbeitsbedingungen, faire Handelsbeziehungen (”Fairtrade“), also der Bereich nachhaltige Beziehungen. Den halte ich für genauso wichtig wie eine ökologische Nachhaltigkeit.

  3. Lara sagt:

    Jawohl, finde ich gut. Auch ich bin vor kurzem auf den Gedanken gekommen, bewusster einzukaufen. Ich meine, das eigene Konsumverhalten ist die einzige Möglichkeit, in der Handelslandchaft etwas zu verändern: z.B. einkaufen in am Ort ansässigen Geschäften, nicht bei den großen Ketten wie z.B. Kleidung bei H&M, C&A etc. Aber ehrlich gesagt, kann ich mir das bewusste Einkaufen nicht immer leisten, d.h. ich tue es eben wo ich kann. Irgendwie hängen wir wohl am Tropf der Kozerne, die auch gute Preise anbieten können. Seine eigenen Gedanken sollte man sich aber schon machen und - wo es möglich ist - danach handeln.

    Fairtrade gehört natürlich dazu und nich nur die Co2-Bilanz.

  4. Matze sagt:

    Also carrotmob-Aktionen sind echt eine super sache…versteh aber auch die argumentation von lara…es gibt halt im moment noch nicht soviel auswahl das die unternehmen gezwungen sind die bio-sachen billiger zu verkaufen…aber das kommt sicher noch…bestimmt auch dank carrot-mob…und ich dachte mobbing wär nichts gutes…man muss halt nur die richtigen leute mobben bzw. die falschen/böse…ach ihr wisst scho was ich meine ;)

  5. Jess sagt:

    Zuerst kaufen dann umbauen? Sehr fragwürdig ob die Ladenbesitzer tatsächlich auch den guten Vorsatz umsetzen. Aber ohne Vertrauen läuft so gut wie gar nix in dieser Welt. Die Idee ist Top.

  6. Matze sagt:

    @ Jess: Ja stimmt schon…weiß nicht vll kann man sich das vorher auch schriftlich geben lassen aber im Prinzip hilft das am Ende auch nichts…Vertrauen ist zwar gut aber Kontrolle halt immer noch besser ;)

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