Archiv für die 'economy' Kategorie

Auf nach Liechtenstein?

Steuerhinterziehung ist zwar mittlerweile ein anerkannter Volkssport - 30 Milliarden Euro gehen so angeblich am Fiskus vorbei - aber wenn die Spitzenverdiener auch mal ein “wenig” mitspielen wollen, hört der Spaß dann doch auf. Mehr als tausend Verdächtige, unter ihnen Post-Chef Klaus Zumwinkel, sollen bis zu vier Milliarden Euro Schwarzgeld bei einer Liechtensteiner Bank deponiert haben. Welche Richtung diese Geschichte weiter nehmen wird, ist allerdings noch nicht ausgemacht.

Äußerst dubios ist an dieser Affäre allerdings auch die Mithilfe des BND bei den Ermittlungen. Die Steuerbehörden zahlten dem deutschen Nachrichtendienst 5 Mio € für eine CD mit den Bankdaten der Steuerflüchtlinge! Soll eine deratige Behördenzusammenarbeit erlaubt sein, oder hat der Staat generell schon zu viel Einblick in private Daten? Müssen Steuerflüchtlinge zukünftig härter bestraft werden? Stimmt da irgend etwas mit dem Verantwortungsgefühl der Manager gegenüber der Gesellschaft nicht mehr?

Das was wir gerade erleben, ist die Notwendigkeit
der Neubegründung ethischen Verhaltens in Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Kontrollmacht des Staates ist im Zuge der Globalisierung geschwunden. Die Unternehmen haben sich unter der “Parole “Neoliberalismus” an eine globale Konkurrenzsituation anzupassen versucht und hoffen, mit nur noch einem einzigen Bewertungsmaßstab für ihr Verhalten - der Gewinnmaximierung - besser überleben zu können.

Auf dem Höhepunkt dieser rein betriebswirtschaftlich orientierten Vorgehensweise kommt jetzt immer vehementer der dritte Partner in dem ökonomischen Handlungsdreieck in`s Spiel. Der Mensch, als Konsument und Basis jeden Unternehmenserfolgs. Er ist es nun, der immer öfter sein eigenes Verhalten ganz bewusst an ethischen Wertmaßstäben orientieren will und auch auszurichten beginnt. Sein Verhalten, die Summe der vielen kleinen Käufe oder eben Nicht-Käufe - und nicht mehr der Staat mit seinen Vorgaben - werden in Zukunft den entscheidenden Einfluß auf Unternehmensentscheidungen und das Verhalten der Verantwortlichen in den Unternehmen haben.

Eine immer größere Zahl von Menschen verlangt heute von den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft verantwortungsvolles Handeln und richtet zunehmend ihre Kaufentscheidung danach aus.

Nur den Unternehmen, die durch ethische Orientierung einen positiven Imagegewinn verbuchen, wird es zukünftig noch gelingen, die immer gleichförmigeren Produkte unterscheidbar zu machen und mit Attraktivität aufzuladen. Verantwortliches Handeln wird so zu einem Faktor für Unternehmenserfolg, der gern auch kopiert werden darf.

Aber - um zu H. Zumwinkel zurückzukehren. Eine Frage bleibt für mich unbeantwortet. Was treibt einen Menschen an, solch ein Risiko einzugehen? Aus Not hat er es gewiss nicht getan. Ist es wirklich die Gier nach noch mehr? Oder das Gefühl, sich zurückholen zu müssen, was ihm seiner Meinung nach zusteht? Der Ehrgeiz schlauer zu sein, als die Finanzbehörden?

Literatur: Ethik im Management; Einkaufsrevolution, Konsumenten entdecken ihre Macht; No Logo;

Dikussion: Spiegelfechter; FdoG; Oeffinger Freidenker;

Erstellt am Sonntag 17. Februar 2008
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Deutsche Bank bangt wieder um “Peanuts”

Wieder einmal droht ein Milliardenkredit der Deutschen Bank zu platzen. Diesmal ist es der Immobilien-Mogul Harry Macklowe der einen Kredit von 5,8 Milliarden Dollar nicht zurückzahlen kann. Nach einem Bericht des Handelsblatt drohen der Deutschen Bank jetzt neue Probleme ins Haus: “Die Deutsche Bank hat eine Menge Warnsignale übersehen, als sie sich Anfang des vergangenen Jahres auf den Deal eingelassen hatte.

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Erstellt am Mittwoch 6. Februar 2008
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Microsoft kauft Yahoo

In einer öffentlichen E-Mail erläutert Steve Ballmer seine Kaufabsichten:

Today, I am very excited to announce that Microsoft has made a proposal to acquire Yahoo! This announcement represents a big opportunity for Microsoft, and is the next major milestone in our companywide transformation to embrace online services, search, and advertising.

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Erstellt am Freitag 1. Februar 2008
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„Nokia soll Wachstum und Wohlstand bringen“

Wenn man in den letzten Tagen die Medien zu der Ankündigung Nokias, sich aus Bochum zurückzuziehen, gelesen hat, konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie mehr ablenken als erhellen.

Die meisten öffentlichen Stellungnahmen schwanken zwischen demonstrativer Hilflosigkeit („Jetzt müssen die aber die Subvention zurückzahlen“) und menschelndem Opportunismus („Ich gebe mein Handy zurück“). Wer meine drei vorangegangenen Beiträge deshalb einer gewissen Ironie geschuldet sieht, mag damit durchaus recht haben. Ist doch Ironie manchmal auch eine notwendige Gedanken-Müllabfuhr.

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Erstellt am Samstag 19. Januar 2008
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Nokia wird in den Iran verlagert…

… oder war es Albanien, oder Mauretanien ?

Wer gestern auch mitbekommen hat, wieviele unterschiedliche Länder in den öffentlichen Medien jeweils kurz hintereinander genannt wurden, wird sich wahrscheinlich ebenso gefragt haben, ob der Qualitätsjournalismus seine eigenen Richtlinien (die auf dieser Podiumsdiskussion den Bloggern wieder mal vorgehalten wurden - aber lassen wir das) selbst verinnerlicht hat!

Erst war von einer Verlagerung nach Finnland die Rede. Wahrscheinlich weil Nokia dort seinen Stammsitz hat. Dann von Ungarn. Vielleicht weil Ungarisch wie Finnisch zu den finnisch-ugrischen Sprachen gehört? Heute ist nun Rumänien im Gespräch.

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Erstellt am Donnerstag 17. Januar 2008
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Mehdorn - ein „cholerisches Rumpelstilzchen“?

hartmut-mehdorn.jpgKurz nachdem Mehdorn den neuen Tarifvertrag mit der Lokführergewerkschaft unterschrieben hatte, warnte der Bahnchef vor den Folgen seiner eigenen Unterschrift: Entlassungen und höhere Ticketpreise seien nun unausweichlich. Warum hat er dann unterschrieben? Und warum tritt er nach, sobald die Einigung unter Dach und Fach ist?

Mehdorn beweist damit erneut seinen unprofessionellen Umgang mit der Öffentlichkeit. Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn warf Mehdorn sogar vor, er agiere wie ein cholerisches Rumpelstilzchen. Wie steht es jetzt eigentlich tatsächlich um die Bahn? Momentan schreibt sie schwarze Zahlen. Kann die Bahn die höheren Löhne nun verkraften, oder nicht?

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Erstellt am Donnerstag 17. Januar 2008
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Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs

Auf BwlZweiNull hat Matthias Schwenk die Erfolgsfaktoren für Corporate Blogs analysiert und dazu auch eine beachtenswerte Präsentation erstellt.

Er begründet die bislang geringe Zahl von Corporate Blogs mit der Angst vieler Unternehmen vor einem Kontrollverlust über ihre Marketingaktivitäten. Denn in den Kommentaren könnte ja auch kritisch über das Unternehmen und seine Produkte gesprochen werden. Durch den Unternehmens-Blogger könnten vertrauliche Nachrichten nach außen gelangen. Außerdem ist für viele Marketingverantwortliche das Thema Internetmarketing immer noch ein relativ unbekanntes Terrain und passt auch nicht so recht in das gewohnte Schema von Marketing und PR.

Trotzdem wird Blogging auch für Unternehmen immer wichtiger werden. Konsumenten suchen heute nunmal ihre Informationen immer häufiger im Internet, und dem muss ein erfolgreiches Marketing Rechnung tragen. Thomas Knüwer meint sogar: “2008 wird das Jahr der Coporate Blogs. In der zweiten Jahreshälfte werden viele neue Weblogs von Unternehmen starten. “

Erstellt am Mittwoch 16. Januar 2008
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Mindestlohn oder Bürgergeld?

Dass sogar die FDP für ein „Bürgergeld“ eintritt („FDP will „Bürgergeld“ statt Mindestlohn“), sollte eigentlich alle Befürworter einer staatlichen Grundsicherung langsam stutzig machen. Ist doch das Bürgergeld für die Neoliberalen nur die andere Seite des Widerstrebens gegen einen fairen Mindestlohn.
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Erstellt am Samstag 5. Januar 2008
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Droht dem Internet 2008 die Überlastung?

Bricht das Internet in diesem Jahr zusammen?

Hintergrund sind die permanent steigenden Datenmengen, die das Netz langsam an die Grenze seiner Kapazität bringen würden - wenn die Infrastruktur nicht weiter ausgebaut wird - behauptet zumindest eine Studie des US-Marktforschungsinstituts Nemertes Research.
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Erstellt am Donnerstag 3. Januar 2008
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Jahresrückblick 2007: Die Web 2.0 Blase

Ein Video über die Web 2.0 Blase. Nachdem es bereits mehrmals auf Youtube gelöscht (”We’re sorry, this video is no longer available”) worden war - “because of a copyright notice sent to YouTube, which seems weird since it is obviously a parody and thus should fall under fair use” - ist es nun wieder da (”Update (Nick): And it’s back up on YouTube”). Mal schaun wie lange diesmal.

“Here Comes Another Bubble”

via: TechCrunch

Erstellt am Samstag 29. Dezember 2007
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