Manichäismus
Der Begriff manichäisch leitet sich ab von der Religion des Manichäismus. Begründer des Manichäismus war der Perser Mani. Er wurde im Jahre 216 geboren. Die Religion Mani`s ist geprägt von der Auffassung der „zwei Naturen“ oder Prinzipien, dem „Licht“ und der „Finsternis“. Die Religion des Manichäismus war überzeugt von einem ewigen Kampf von Gut und Böse. Nach dem manichäischen Ur-Mythos gibt es ein Reich des Lichts und ein Reich der Finsternis. Dieses göttliche Lichtreich und das Reich der Finsternis stehen sich als ewige Gegner gegenüber (die Parallele zu der Rethorik der US Regierung ist wirklich verblüffend). Nachdem der Manichäismus sich in der Spätantike rasch in Persien ausgebreitet hatte, erreichte er im 4. Jahrhundert das Römische Reich. Der spätere christliche Kirchenvater Augustinus war jahrelang Manichäer, bevor er zum Christentum übertrat. In wieweit das Denken des Augustinus vom Manichäismus geformt wurde und so ins Christentum gelangte, ist umstritten. Einige wie z.B. Alfred Adam vertreten die These, Augustinus sei auch nach seinen Übertritt weiter vom Manichäismus beeinflusst gewesen. Dafür spricht einiges in den Lehren des Augustinus, wie der von ihm weiter vertretene Dualismus (Die Staaten des Guten und Bösen in dem Werk „Gottesstaat“), seine Fegefeuerlehre und seine Körper- und Sexualfeindlichkeit. Übereinstimmungen mit dem manichäischen Dualismus findet man später wieder bei den mittelalterlichen Katharern (auf die der Begriff der Ketzer zurückgeht) und bei den Gnostikern. Über diese gelangten im 19. Jahrhundert bestimmte Elemente eines manichäischen und gnostischen Denkens bis in die Theosophie und zu den Mormonen.
Quelle: wikipedia









