Podcasts
“Kein Tamtam für diesen Tag”
von Lydia Daher
zur Hörprobe
© Voland & Quist
Die ewige Revolte - Zwischen Mythos und Malaise: 40 Jahre 68er
Von Reinhard Mohr
Seit Jahrzehnten beherrschen zwei große Themen die politische wie gesellschaftliche Debatte in Deutschland: Die Nazis und die 68er. So völlig unvergleichlich die jeweiligen Ereignisse, ihre Bedeutung und Folgen sind, so sehr dominieren sie gleichermaßen in rhapsodischen Abständen und konvulsivischen Aufwallungen die öffentliche Diskussion in der Bundesrepublik. 1945 und 1968, das Ende des “Dritten Reichs” und der Höhepunkt der Studentenrevolte - sie sind offenkundig die Erregungspunkte der deutschen Seele, die markantesten Daten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zum 40. Dienstjubiläum der Revolte im Jahr 2008 melden sich viele zu Wort. Die abwegigste These wirft kurzerhand und werbeträchtig die beiden großen Motive deutscher Vergangenheitsbewältigung zusammen: Eigentlich und im tiefsten Grunde seien auch die 68er Nazis gewesen, späte Nachkommen ihrer Eltern, deren totalitäre Erfahrungsmuster und Vorstellungswelten sie gleichsam kopierten und wiederholten.
Die Mehrzahl der anderen Jubiläumsbetrachtungen bewegte sich jedoch im Mittelfeld eines abgewogenen Urteils zwischen nachvollziehender Sympathie und präziser, nicht selten scharfer Kritik. Gerade der Abstand von 40 Jahren gewährt die Chance, einen souveränen Blick zurück zu werfen, der weder romantisierende Mythen pflegt noch die grandiosen Irrtümer und Irrwege beschönigt, ohne jedoch dem billigen Impuls einer nachgeholten Abrechnung zu verfallen, die eher Denunziation als Reflexion ist.
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“Kinder der Machtergreifung - Waren die 68er selber totalitär?”
© SWR2 Forum
1968 war eine Spätfolge und ein Spätausläufer der NS-Diktatur – der kollektive Wahn einer selbstverliebten Revolte, die ein moralisches Überlegenheitsgefühl kultivierte, den Protest als „Kampf“ zelebrierte, ein korrumpiertes kapitalistisches System stürzen und selbst sozialistisch oder maoistisch, auf jeden Fall mit linkem Totalitarismus die Macht in der BRD übernehmen wollte: „Unser Kampf“ heißt das Buch, in dem der Historiker Götz Aly diese These vertritt. Die revoltierenden Kinder der 33er, so Aly, waren ihren Eltern und Großeltern – jener Generation, die die Machtübernahme der Nazis bejubelten oder unterstützten – auf elende Weise ähnlich. War die Studentenrevolte also doch Ausdruck eines “linken Faschismus“, wie Jürgen Habermas damals meinte?
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Der Dichter und Schriftsteller Eugen Oker - ein anarchisch-rebellischer Bayer
© BR-online
Ein bayerischer Autor, ein Tausendsassa und Homo ludens, wie er im Buche steht. Er hat Bücher geschrieben und auch verlegt, hat gemalt und gedichtet, war Jäger und Sammler von Geschichten für Funk und Fernsehen.
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“Die Renaissance ist nicht zu Ende”
Von Mathias Greffrath
Ein Gespenst geht um in der Welt: die “Renaissance der Religionen”. Eine mächtige Wiedergeburt alter Gedanken - das ist eine Renaissance. Aber eine “Renaissance der Religion”? Haben nur die alten Glaubenssysteme die Kraft, die Verwerfungen und Krisen der Moderne zu heilen? Vielleicht gibt es noch eine andere Lesart: eine “Renaissance der Renaissance”.
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“Erleuchtet Wirtschaften - Buddhisten suchen Alternativen zum Kapitalismus”
© WDR 2008Können Buddhisten in Europa heute eigene Beiträge leisten zur Überwindung von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise?
Ermuntert die Meditation gar zum Widerstand gegen die Allmacht internationaler Konzerne? Die ersten Erfahrungen buddhistischer Unternehmer zeigen: Eine ökologisch verträgliche, achtsame und gerechte Wirtschaft ist möglich.zum Podcast: “Erleuchtet Wirtschaften - Buddhisten suchen Alternativen zum Kapitalismus”
“Glaube und Vernunft - Die Auseinandersetzung mit den neuen Atheisten”
© BR-onlinezum Podcast: “Glaube und Vernunft”
Franz Buggle, “Gott-Kritiker”
© HR-online
Er ist Psychologe, lehrte als Professor an der Universität Freiburg und machte sich einen Namen mit Darstellungen zur Entwicklungspsychologie Jean Piagets. Dann aber tauchte er tiefer ein in die Welt der Religion und schrieb eine Radikalkritik der Bibel.
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